Kita für Mögglingen in Modulbauweise, damit‘s schneller geht

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Aktuell gibt es in Mögglingen etwa 165 Plätze für Kinder ab drei und etwa 45 Plätze für Kinder unter drei Jahren. Laut Gemeinde ist der Bedarf sowohl aktuell als auch perspektivisch höher. Helfen soll ein Neubau - und bis dahin eine provisorische Unterkunft.
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Der Gemeinderat Mögglingen befasst sich mit dem planerischen Entwurf für den neuen Kindergarten und dem Zeitplan.

Mögglingen. Eng ist der Zeitrahmen für den neuen Mögglinger Kindergarten. Bis Ende Juli 2023 soll der Betrieb bereits aufgenommen werden. Ein ehrgeiziges Ziel; zumal parallel zur Planung auch noch eine Änderung im Bebauungsplan vorgenommen werden muss.

Architekt Harald Schmadlak erläuterte dies in der Gemeinderatssitzung: „Erst wenn der Satzungsbeschluss für die Bebauungsplanänderung erfolgt ist, kann eine Baugenehmigung erteilt werden.“ So sei die Aussage der Bauamtsleiterin der Verwaltungsgemeinschaft Rosenstein, Martina Zang. „Es muss in der richtigen Reihenfolge sein“, betonte Schmadlak.

Nach dem Motto „Nicht Flure bauen, sondern Räume für Kinder“ präsentierte der Architekt in der Sitzung die Entwurfsplanung für die neue Kindertagesstätte mit vier Gruppen. Unterteilt in zwei Gruppen für über Dreijährige und zwei für unter Dreijährige. Die Planung wurde mit den Betreibern der Kita, der Johanniter-Unfall-Hilfe, abgestimmt.

Die nötigen Fachbehörden und der KVJS (Kommunaler Verband für Jugend und Soziales) sind ebenfalls beteiligt. Die neue Kita soll am Kreisverkehr, gegenüber der Mackilohalle, in Richtung Heubach, gebaut werden. Aus Zeitgründen entschied man sich für eine Modulbauweise. Vor dem Gebäude, zum Kreisverkehr hinführend, sollen längs Kurzparkflächen angelegt werden. „Die Mitarbeiterinnen werden auf dem Parkplatz der Mackilohalle parken“, kündigte Schmadlak an.

Der Haupteingang soll an der Zufahrtsstraße zur Mackilohalle liegen, im rückwärtigen Bereich gibt es einen Zugang fürs Personal und die Küchenandienung. Eine Küche und eine Mensa finden sich im Erdgeschoss. Hier erinnerte der Architekt, dass die Johanniter-Unfall-Hilfe täglich frisch kocht.

Sowohl im Erd- als auch im Obergeschoss finden sich jeweils zwei Gruppenräume. Die unter Dreijährigen (Krippe) werden im Erdgeschoss betreut. Im Obergeschoss finden sich die Räume für die über Dreijährigen inklusive Werkräume (Pädagogisches Konzept) und ein Bewegungsraum. Julian Weber vom Betreiber und Architekt Schmadlak werden demnächst mit den Gemeinderäten eine Exkursion unternehmen, in denen bereits betriebene Kitas in Modulbauweise besichtigt werden. Zum einen wird die Bauart, zum anderen das pädagogische Konzept vor Ort erläutert. Was von den Gemeinderäten und Bürgermeister Adrian Schlenker sehr begrüßt wurde. Schließlich gab’s Zustimmung für die Entwurfsplanung, zu der sich noch ein gesetzlich geforderter Aufzug außen am Gebäude hinzugesellen wird.

Obwohl er in der Nacht die Einsatzleitung bei der Brandbekämpfung auf der Deponie Ellert innehatte, ließ es sich Thomas Kley von der Mögglinger Feuerwehr nicht nehmen, in der Gemeinderatssitzung zum Thema Digitalfunk zu referieren. Anschließend erfolgte die Vergabe zur Einführung des Digitalfunks in Mögglingen für rund 35 000 Euro.

Zugestimmt wurde auch dem qualifizierten Mietspiegel, den die VG-Gemeinden mit anderen Kommunen nun in Kraft setzen.

In den Sommerferien werden vier Klassenzimmer an der Limesschule saniert. Bürgermeister Schlenker gab bekannt, dass drei Eilentscheidungen bei den Vergaben erfolgen mussten, um die Zeitvorgabe einhalten zu können. 100 000 Euro sind im Etat 2022 für die Maßnahmen verankert. Durch aktuell stetig steigende Baukosten hat sich diese Summe um 40 000 Euro erhöht. 

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