Mögglingen bekommt wieder einen Jugendtreff

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Das „Juca“ beim Bahnhof in Mögglingen soll als Jugendtreff wiederbelebt werden. Nach den Sommerferien startete bereits ein Testlauf. Der Gemeinderat hat am Freitag nun beschlossen, den Treff dauerhaft einzurichten und zu unterstützen.
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Mögglinger Gremium befürwortet am Freitagabend einstimmig, im „Juca“ am Bahnhof wieder eine offene Jugendarbeit einzurichten und zu unterstützen.

Mögglingen

In Mögglingen wird es künftig wieder einen regelmäßigen, offenen Jugendtreff geben. Das beschloss der Gemeinderat am Freitagabend in der TV-Halle einstimmig.

Zum Hintergrund

Wie Bürgermeister Adrian Schlenker informierte, hatte die Gemeinde bereits vor rund 20 Jahre den ehemaligen Güterbahnhof erworben und dort mit dem Verein „Juki“ einen Jugendtreff eingerichtet. Nach einiger Zeit sei dieser aber mangels Nachfrage wieder eingestellt worden. An die Verwaltung sei nun in jüngster Zeit von mehreren Eltern der Wunsch herangetragen worden, den Jugendtreff „Juca“ wiederzubeleben. Ebenfalls in dem Gebäude untergebracht ist das „Feldbüro“ der Flurbereinigung.

Die Idee

Eine der von Schlenker angesprochenen Mütter ist Nicole Gerner. Sie berichtete dem Gemeinderat, dass sie sich vor den Sommerferien, gemeinsam mit der jetzigen Schulleiterin der Limesschule, Monika Stanislowski, Gedanken darüber gemacht habe, einen Jugendtreff einzurichten. Nicht nur, aber vor allem auch in Pandemiezeiten bräuchten Jugendliche so einen Raum. Bürgermeister Schlenker habe sich sehr offen für die Idee gezeigt und die Räume im „Juca“ probeweise als „Pilotprojekt“ zur Verfügung gestellt. Zu Beginn habe man mit einem kleinen Budget den Raum etwas aufgehübscht sowie mit einem Sofa, einem Tischkicker, einer Dartscheibe ausgestattet. Eine „Back-to-School-Party“ nach den Sommerferien habe rund 20 Jugendliche angelockt. Mittlerweile, so Nicole Gerner, sei immer freitags von 17 bis 22 Uhr geöffnet. Bis zu 30 Jugendliche kämen vorbei, es gebe Stammgruppen und immer auch neue Gesichter, die jungen Leute kommen aus Mögglingen genauso wie aus Aalen, Böbingen oder Essingen. „Das macht uns allen riesengroßen Spaß“, betonte Nicole Gerner und ergänzte, sie hoffe, das Pilotprojekt werde von der Gemeinde als konstante, offene Jugendarbeit weiter unterstützt. Sarah Nubert, Geschäftsführerin des Kreisjugendrings, betonte, sie stehe gerne mit Rat und Tat zur Seite. „Die Jugendlichen brauchen solche Räume mehr denn je“, bekräftigte sie und dankte der Verwaltung für die unkomplizierte und schnelle Unterstützung.

Die Meinungen

Irmgard Sehner meinte, sie kenne die engagierten Eltern sehr gut, das sei eine organisch gewachsene Gruppe. „Da lege ich meine Hand ins Feuer, dass das funktioniert.“

Jürgen Deininger fragte, ob es mit dem Flurbereinigungsbüro Konflikte gebe, was Schlenker verneinte. Einzig der Standort des großen Billardtisches sei offen. Eventuell könne man darüber nachdenken, für das Büro eine „andere, gleichwertige Lösung zu suchen“.

Jakob Unrath meinte, die Gemeinde Mögglingen hinke bei der politischen Beteiligung junger Menschen etwas hinterher. Den festen Jugendtreff könne man als „Anknüpfungspunkt“ nehmen, hier mehr zu tun. Sarah Nubert meinte, dies sei ein „Steckenpferd“ ihrer Arbeit. Sie regte von ihr moderierte „Jugendhearings“ an, zu Themen, die die Jugendlichen besonders betreffen. Die Ergebnisse sollen dann wieder in den Gemeinderat getragen werden.

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