Mögglingen ist vorne mit dabei

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Mögglingen von oben: in der Bildmitte das Rathaus an der alten Ortsdurchfahrt. Foto: Jan-Philipp Strobel
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Die Remsgemeinde belegt im Gesamtranking den sechsten Platz. Mehr Lärmschutz an der Südumgehung und ein Ausbau der Rad- und Wanderwege sind Kritikpunkte.

Mögglingen

Mögglingen liegt in Baden-Württemberg, im Herzen des Ostalbkreises und damit im Süden Deutschlands „mittendrin“. So heißt es im Internetauftritt der Gemeinde. Wie bewerten die Mögglingerinnen und Mögglinger ihren Ort? Was finden sie gut und einzigartig, was ausbaufähig? Beim großen Ostalbcheck unserer Zeitung konnten sie für verschiedene Bereiche, von der Kinderbetreuung über die Verkehrsbelastung bis zum Freizeitangebot, Punkte von null bis zehn verteilen, Hier ein Überblick über die Ergebnisse:

Im Vergleich der Regionen schneidet Mögglingen mit dem sechsten Platz ab. Des Weiteren belegt Mögglingen in zehn von 15 Lebensbereichen einen überdurchschnittlichen Rang.

Die höchsten Punktzahlen erreicht Mögglingen in den Kategorien ÖPNV (7,6), Sport/Vereinsleben (7,6) sowie Sauberkeit (7,6). Die Bereiche Klimaschutz (4,5), Immobilienmarkt (5,6) sowie Kultur und Digitalisierung (beide 5,8) sind laut den Daten ausbaufähig.

Die meisten Teilnehmenden, die nicht nur Punkte vergaben, sondern selbst Themen ins Spiel brachten, legten dabei aber andere Schwerpunkte, etwa Verkehr und Lärmschutz oder Kritik an der Verwaltung. Ein Teilnehmer der Umfrage scheint wunschlos glücklich. Er schreibt: „Ich bin rundum zufrieden. Ich lebe und wohne gerne hier.“ Andere kritisieren die Coronamaßnahmen und meinen, dass dadurch die Gesellschaft, auch in Mögglingen, gespalten werde.

Verwaltung nicht erreichbar?

Ein Kommentator schreibt: „Die Organisation des Rathauses muss besser werden. Niemand ist für irgendetwas zuständig, man erreicht telefonisch niemanden. Jeder Mitarbeiter schiebt die Zuständigkeit auf einen anderen Kollegen und nichts wird bearbeitet.“ Ein anderer meint, die Erreichbarkeit der Verwaltung könnte viel besser sein, so solle „nicht jeder Brückentag“ geschlossen werden. Vorschläge, etwa ein Motorikpark im Rahmen der Remstalgartenschau, seien von der Verwaltung „nicht angehört oder für eine Realisierung zeitlich 'verschlafen'“ worden, heißt es. Ein weiterer Kommentator findet: „Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Müllvermeidung, Bildung, Gesundheit sind sehr wichtige Themen. Dabei darf aber weder die Jugend noch die ältere Generation vergessen werden. Es wäre schön, wenn jedes Thema mit gleicher Wertigkeit Gehör finden würde.“

Verkehr

Nachdem die Bundesstraße seit 2019 aus dem Ort draußen ist, wünscht sich ein Nutzer: „Die Ortskernsanierung sollte zeitnah umgesetzt werden.“ Ein anderer notiert: „Ich wünsche mir, dass die Ortsmitte in naher Zukunft attraktiver gestaltet wird, sowie das Radnetz und die Rundwanderwege im Mögglinger Süden ausgebaut werden.“

Das Thema Lärmschutz greifen einige Teilnehmende auf: „Hätte die neue Umgehungsstraße mehr Lärmschutz wäre es bedeutend schöner.“ Statt Tempo 120 wäre eine Begrenzung auf 100 km/h wünschenswert. Ein weiterer plädiert ebenfalls für mehr Lärmschutz an der Umgehung, „insbesondere an den Brücken“. Im Ort selbst regen manche Teilnehmende Tempo 30 an. Ein Beispiel: „Tempo 30 innerorts und Fahrradwege auf der Heubacher Straße würden das Leben in Mögglingen noch schöner machen.“

Ein Bürger wünscht sich „Radwege für Alltagsradler statt Schutzstreifen, auch quer zum Remstal und für weniger sportliche Fahrer eine Verbindung nach Westen, die nicht mehrfach aus dem Tal auf die Höhe führt.“

Ein Thema, das bei den Kommentaren öfters auftaucht: Es gebe zwar schöne Wander- und Radwege, diese seien aber nicht als Rundwege begehbar, sondern Sackgassen.

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