Mögglinger feiern ihren Jugendtreff

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JuCa in Mögglingen
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Seit einem Jahr gibt's immer am Freitagabend einen offenen Jugendtreff im „JuCa“. Was den Treff besonders macht, was bei der Party geboten war und welche Wünsche noch offen sind.

Mögglingen

Die Stars des Abends waren die Pizzas. Zu jeder vollen Stunde hatten die Organisatoren des Jugendtreffs „JuCa“ eine Ladung geordert. Die Kinder und Jugendlichen stellten sich brav in die Schlange, mancher ging zunächst leer aus. Den mussten Nina Stritzelberger, Monika Stanislowski und Nici Gerner auf die nächste Stunde vertrösten oder mit Chips solange durchfüttern. Denn es war ordentlich was los im und um den Jugendtreff am Mögglinger Bahnhof. Schließlich feierte alle gemeinsam ein Jahr „JuCa“

Ein Selbstläufer

Vor vielen Jahren gab es hier schon einmal einen solchen Jugendtreff, damals noch betreut von einem Sozialarbeiter, berichtet Monika Stanislowski. Irgendwann sei der aber eingeschlafen. Bei den Firmvorbereitung für ihre Kinder hätten Nici Gerner und sich überlegt, dass das doch sehr schade sei und es kaum eine Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche in Mögglingen gebe. „Dann sind wir zum Bürgermeister und haben ihn gefragt“, erinnert sich Monika Stanislowski. Adrian Schlenker meint, er habe sofort zugesagt. Man brauche bei so etwas ja auch immer die richtigen Leute. Mit dem Team rund um die drei ehrenamtlich tätigen Frauen habe die Gemeinde den „Jackpot“ gezogen. Zumal aus dem Inneren des JuCa schon wieder was nachwächst: Die Jugendlichen Emilia Stanislowski und Jonathan Epp kümmern sich um die Jüngsten und haben schon ihre Jugendleiter-Ausbildung in der Tasche. Zunächst habe es vergangenen Sommer einen Probebetrieb gegeben, nun laufe der Jugendtreff seit einem Jahr ohne jede Probleme. „Das ist ein Selbstläufer für die Gemeinde“, meint Adrian Schlenker, der froh ist, dass es dieses Angebot gibt, das den jungen Leuten auch eine „gewisse Struktur“ geben könne.

Im Außenbereich chillen Mädchen auf bunten Kissen. „Die hat uns der Gemeinderat gesponsert“, berichtet Monika Stanislowski. Überhaupt erhalte das JuCa viele Spenden. Wie um das zu beweisen, kommen auch am Freitagabend Vertreter des AGV 54 mit einem Briefumschlag vorbei. „Wir wollen die Jugendlichen hiermit unterstützen“, sagt Ebbe Bär vom AGV. Die spielen unterdessen „Mäxle“ an den Tischtennisplatten, Basketball oder Fußball, gönnen sich einen alkoholfreien Cocktail an der Bar oder fläzen in der, wie Nici Gerner verrät, sehr beliebten „Lounge“, einem Bereich der sozusagen im zweiten Stock etwas über den Dingen schwebt. Aus einer Box dröhnt Hip-Hop, Rock, Pop, alles von einer Wunschliste der Jugendlichen. Die Box haben sie sich selbst verdient, beim „Cafédienst“ im Gartenschau-Café am Marktplatz. „Am Samstag in einer Woche hat das JuCa da wieder Dienst“, wirbt Monika Stanislowski.

Die jungen Besuche kommen vor allem aus Mögglingen, berichten die Organisatorinnen, aber nicht nur: auch aus Lautern, Heubach, Böbingen. „Neue Gesichter sind immer willkommen“, meint Nici Gerner. Heute freuen sich besonders die neuen Viertklässer, dass sie endlich herkommen dürfen. Und die neuen Fünftklässler, dass sie nicht mehr die Kleinsten sind, meint Monika Stanislowski lachend. Alle wunschlos glücklich also im JuCa? Naja, meint Emilia Stanislowski. WLAN wäre ein großer Wunsch. Und eine Küche, in der man „g'scheit schaffen kann“, ergänzt Nici Gerner. Dass man nicht mehr so sehr auf die Pizza vom Lieferdienst angewiesen ist.

Mehr Bilder finden Sie online auf www.tagespost.de

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