Mögglinger Gemeinderäte haben Fragen zum neuen Kindergarten

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Manchen Räten fehlt konkreter Zeitplan. Bürgermeister regt zweite Naturkindi-Gruppe an.

Mögglingen. Der Bedarf an Kindergartenplätzen übersteigt derzeit das Angebot in Mögglingen. Bis zum neuen Kindergartenjahr im September soll deshalb ein Provisorium aushelfen, danach strebt die Verwaltung eine dauerhafte Lösung in Form eines Neubaus an. Einen Gemeinderatsbeschluss dazu gibt es noch nicht.

In der Gemeinderatssitzung am Freitagabend in der TV-Halle gab es unter dem Punkt „Verschiedenes“ von Gemeinderäten Fragen zum Zeitplan und zum geplanten Konzept.

Marc Hudelmaier machte den Auftakt. Er wollte wissen, ob schon klar sei, ob die im Haushalt für das Provisorium eingestellten 0,5 Millionen Euro ausreichten, ob auch an das Betreuungspersonal gedacht werde und was geplant sei, um zu verhindern, dass die Redewendung „nichts hält länger als ein Provisorium“ wahr werde.

„Gewitzte Johanniter“

Bürgermeister Adrian Schlenker meinte, ob die halbe Million zu halten sei, sei „schwierig“. Es gebe aber durchaus intelligente Lösungen, etwa spezielle Kindergartencontainer. Hinsichtlich des Personals gebe es zwar einen generellen Fachkräftemangel, in Mögglingen sei es aber, auch in Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde, bislang immer gelungen, Engpässe auszugleichen. Zudem hätten sich die Johanniter als Betreiber des neuen Naturkindergartens hinsichtlich der Personalgewinnung „als gewitzt erwiesen“, so dass es hier nie Probleme gegeben habe. Die Verwaltung sei laut Schlenker derzeit dabei, gemeinsam mit den Johannitern ein Konzept zu erarbeiten, für das Provisorium ebenso wie dann für die dauerhafte Lösung, eben, um einen Plan in der Tasche zu haben, dass die vorübergehende Lösung auch eine solche bleibe.

Markus Seyfang meinte, er vermisse bei den Ausführungen „einen konkreten Fahrplan“. Er hätte ja eigentlich gedacht, das Thema sei heute auf der Tagesordnung und werde nicht nur unter „Verschiednes“ behandelt. „Wir haben noch sieben, vielleicht nur sechs Monate. Das wird knapp“, so Seyfang.

Auch Eltern müssten es wissen

Bürgermeister Schlenker verwies auf die laufenden Gespräche und meinte, er wolle hier keinen Schnellschuss. Im Naturkindergarten gebe es derzeit zwölf Anmeldungen, das sei mehr als die Hälfte einer Gruppe. „Da sind wir übervoll“, so Schlenker. Deshalb sei es denkbar, eine zweite Gruppe im Naturkindi zu schaffen. „Wir sollten ja auch das anbieten, was nachgefragt wird“, betonte Schlenker.

Irmgard Sehner sagte, sie könne Markus Seyfang hier nur zustimmen. „Wir wissen seit Anfang des Kindergartenjahres um die Defizite“, so Sehner. Jetzt sollte eigentlich ein ausgearbeitetes Konzept stehen. „Das dauert viel zu lang, auch die Eltern müssen das doch wissen“, sagte Sehner. Dennoch sehe auch sie, dass die Gemeinde sich auch an der Nachfrage orientieren müsse. Eventuell könnte eine zweite Naturkindi-Gruppe gerade den U-3-Bereich entlasten.

Bürgermeister Schlenker betonte, für die Verwaltung sei die Kinderbetreuung mindestens das zweitwichtigste Thema und sie sei „mit Hochdruck dran“. Spätestens im März soll der Gemeinderat dazu Beschlüsse fassen. ⋌David Wagner

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