Mögglinger Grillhütte fast fertig

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Daumen hoch für die neue Mögglinger Grillhütte: Bürgermeister Adrian Schlenker und der stellvertretende Vorsitzende des Gewerbe- und Handelsvereins MAG, Ronald Großmann.
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Was sich der Mögglinger Handelsverein MAG von der spendenfinanzierten Grillstelle unweit des Aussichtsturms erhofft und welche Kritik es an dem Projekt gibt.

Mögglingen

Einen Platz zum Grillen gab es in Mögglingen bisher nicht, sagen Adrian Schlenker und Ronald Großmann. Mögglingens Bürgermeister und der stellvertretende Vorsitzende des Handelsvereins MAG stehen neben einem Feldweg zwischen dem nördlichen Dorfrand und dem Wald Richtung Heuchlingen. Der Blick geht weit an dieser Stelle. Zum Rosenstein, hoch nach Lauterburg, zu den Kaiserbergen. „Genau deswegen haben wir uns für diesen Standort entschieden“, sagt Großmann. Hier steht seit Kurzem die neue Grillhütte der MAG.

„Wir wurden immer wieder darauf angesprochen, warum es in Mögglingen keine öffentliche Grillstelle gibt und man dafür immer nach Heubach oder Essingen gehen muss“, meint Schlenker. Ganz fertig ist die Hütte noch nicht, es fehlen der Kaminabzug und, das Wichtigste, der Grill. „Wir hoffen sehr, dass wir die Grillhütte dann jetzt bald offiziell eröffnen können“, sagt Großmann. Wegen Corona sei das alles schwer planbar. Die Idee zur Grillhütte hatte er schon länger. Vor der Corona-Pandemie organisierte die MAG eigens einen Verkauf von Werken Mögglinger Künstler. Der Erlös, rund 2500 Euro, ging zur Hälfte an die Gmünder Lebenshilfe, zur Hälfte diente er als Grundstock für die Grillhütte. Der Rest wurde über Spenden, vor allem von MAG-Mitgliedern, finanziert. Auch den Aufbau übernahmen die im MAG organisierten Firmen.

„Die Hütte soll aber auf keinen Fall nur eine MAG-Hütte sein“, betont Großmann, der auch im Albverein aktiv ist. Sie soll offen sein für alle Wanderer, Naturfreunde und Grillliebhaber. Vor allem soll sie auch als eine Art grünes Klassenzimmer dienen, für Schüler und Kindergartenkinder. „Dazu ist hier der optimale Platz“, ist er überzeugt. Jeder darf also herkommen, wobei sich größere Gruppen, die grillen wollen, schon im eigenen Interesse anmelden sollten. Dazu soll es vor Ort ein Schild mit einer Telefonnummer geben, eventuell auch einen QR-Code zur Online-Anmeldung.

Toter Greifvogel neben Scheiben

Kritik an der Standortwahl blieb nicht aus. Auf Facebook äußern Anwohner des Mögglinger Nordens Befürchtungen, dass die Grillstelle noch mehr Verkehr durch ihr Wohngebiet anlockt. Verkehr, der dann verbotenerweise über den Feldweg bis zur Grillhütte fährt. „Für Verstöße der Straßenverkehrsordnung sind das Ordnungsamt und die Polizei zuständig“, betont Großmann. Grundsätzlich könne er solche Befürchtungen nachvollziehen und die MAG sei für konstruktive Kritik offen. Er sei aber zuversichtlich, dass sich das alles einpendelt. Denn eines sei klar: „Großveranstaltungen wollen wir hier nicht.“

Ein weiterer Kritikpunkt, geäußert auch auf Facebook, betraf die Plexiglasscheiben. An ihnen verletzte sich ein Turmfalke tödlich, als er dagegen flog und sich das Genick brach. Das sei ganz unglücklich gewesen, meint Großmann. Denn es war immer geplant, genau aus diesem Grund schwarze Vogel-Silhouetten aufzukleben, was tags darauf auch geschehen sei. „Da war der Falke leider einen Tag schneller als wir“, bedauert Großmann.

Unsere Grillhütte soll für alle offen sein.“

Ronald Großmann,, MAG
  • Parken am Limesparkplatz
  • Zu erreichen ist die Grillhütte nur zu Fuß. Geparkt werden kann am Limesparkplatz zwischen Mögglingen und Heuchlingen. Von dort dauert der Fußweg knapp zehn Minuten. Zunächst geht's geradeaus, man lässt die Pferdekoppel rechts liegen. An der ersten Kreuzung führt der Weg rechts zum Aussichtsturm im Grubenholz am Waldrand. Wer sich links hält, erreicht nach weiteren zwei Minuten rechter Hand die Grillhütte. Sobald sie offiziell eröffnet ist, wird vor dem Grillen um eine Anmeldung gebeten.

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