Mögglinger Idee wird zur Erfolgsstory

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Läuft: Initiatorin Annette Jäger (links) und Ausstellerin Erika Bernlöhr im Mögglinger Gartenschau-Café.
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Irmgard Sehner und Annette Jäger ziehen ein sehr positives Fazit ihrer Hobbykünstler-Ausstellung „Handgemachtes“ am Mögglinger Marktplatz. So soll's weitergehen.

Mögglingen

Am Samstag, 10. Juli wird zum letzten Mal das „Handgemachte“ in den Räumen des ehemaligen Gartenschau-Cafés zu sehen sein. Aber die beiden Initiatorinnen Irmgard Sehner und Annette Jäger werden nach einer kleinen Verschnaufpause die Ausstellung für die Vorweihnachtszeit organisieren. Beim Blick zurück auf die vergangenen Wochen sind beide mehr als zufrieden. „Die Interessierten und Kunden kommen weit über die Region hinaus zu uns. Sehr oft haben sie beim Radfahren das Angebot im Schaufenster gesehen und sind bei nächster Gelegenheit mit dem Auto vorbeigekommen, um einzukaufen“, schildert Sehner. Nicht selten wurde eine längere Anfahrt, etwa aus dem Stuttgarter Raum, in Kauf genommen. Breitgefächert ist das Angebot allemal, Strickwaren, Taschen oder auch Aquarelle gesellen sich zu selbstgemachtem Senf oder Marmelade. Alles Hingucker, alles Unikate, alles von Hobbykünstlern erschaffen.

Die Idee für „Handgemachtes“ brachte Annette Jäger aus Feuchtwangen mit. Auch dort wurde eine Plattform für Hobbykünstler in Form einer kleinen Galerie geboten. Das ehrenamtliche Engagement von Sehner und Jäger wurde jedoch auf eine harte Probe gestellt. Sie eröffneten unter Lockdown-Bedingungen am 23. April – und konnten dann nur über „click und collect“ , also übers Schaufenster verkaufen. Erst seit Pfingsten wurde die Tür geöffnet. Momentan können bis zu vier Personen auf einmal herein. Streng nach den Corona-Verordnungen und den Inzidenzzahlen. Somit hatten die beiden Ehrenamtlichen beschlossen, dass die Ausstellung, die eigentlich bis zum Muttertag hätte gehen sollen, bis 10. Juli läuft.

Die Aussteller, denen der Verkaufserlös zu 100 Prozent ausbezahlt wird, kommen aus der Region und dürfen unter einer Bedingung ihre Sachen anbieten: Sie müssen auch Dienst im Laden machen. „Gar kein Problem“, stellte am Freitag etwa Ausstellerin Erika Bernlöhr aus Mögglingen fest. Schlüsselübergabe, Einweisung ins Zahlungssystem – und los geht’s. Sie selbst bietet „alles, was man nähen kann“ für einen guten Zweck. Denn ihren Verkaufserlös gibt sie weiter an eine kirchliche Organisation in Burkina Faso. Auch die Familie Stanislowski, die ausstellt, macht es für einen guten Zweck: den „Weißen Ring“.

Ausschank als Ziel

Die Gemeindeverwaltung stellte die Räume unter der Tagesbetreuung „Spatzennest“ kostenfrei zur Verfügung. Auch vom 5. November bis zum 18. Dezember, wenn „Handgemachtes“ für die Weihnachtsausstellung öffnen wird. Im Hintergrund arbeitet die Verwaltung daran, dass Kaffee und Getränke abgegeben werden können. „Hierfür bedarf es einer Nutzungsänderung“, schilderte vor wenigen Wochen Bürgermeister Adrian Schlenker. Und da gebe es einige Hürden. Neues gibt es hier allerdings heute noch nicht. Sei erwähnt, dass der Ausschank der größte Wunsch von Irmgard Sehner und Annette Jäger ist. Der bei der Remstal-Gartenschau sehr beliebt war, vor allem bei Radfahrern. Aber zu dieser Zeit gab es auch eine temporäre Sondergenehmigung für den Ausschank.

Hobbykünstler, die mit ihren Unikaten an der Weihnachtsausstellungteilnehmen möchten, können sich bewerben per E-Mail an: „Fam.Sehner@t-online.de“ oder an „a_m_jaeger@web.de“ - mit kurzer Beschreibung der Ware und zwei bis drei Fotos. Noch bis 10. Juli ist geöffnet. Am Freitag von 14 bis 18 Uhr, samstags von 10 bis 14 Uhr.

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