Mögglinger Ortskern mit viel Grün geplant

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So könnte der „Rathausplatz“ aussehen. Quelle: Stefan Fromm
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Architekt Stefan Fromm stellt am Freitag im Gemeinderat Umgestaltungsmöglichkeiten vor.

Mögglingen. „Da kommt man schon ein bisschen ins Träumen“, meinte Bürgermeister Adrian Schlenker nach dem Vortrag von Stefan Fromm. Der Architekt war als Sieger aus dem Wettbewerb zur Ortskernsanierung hervorgegangen. In der Gemeinderatssitzung am Freitagabend in der TV-Halle stellte er sein Konzept vor. Er betonte aber: Zum einen gebe es einen reinen „Ideen-Teil“, der sich auch auf Grundstücke beziehe, die sich in Privatbesitz befänden. Zum anderen sei auch der „Realisierungs-Teil“, der sich nur auf öffentlichem Grund bewege, ein „Wettbewerbsbeitrag“ und deswegen „noch nicht einmal ein Vorentwurf“. Eben ein Vorschlag, so Fromm, wie die Gemeinde sich aus Sicht seines Büros „rund, angemessen und stimmig“ entwickeln könne.

Der Realisierungs-Teil

Dieser bezieht sich auf öffentliche Flächen entlang der alten Ortsdurchfahrt. Der erste Bauabschnitt wäre etwa vom Gebäude der Feuerwehr bis zum Rathaus. Der zweite Bauabschnitt von der Feuerwehr bis zum Kreisverkehr Höhe Edeka Hudelmaier. Hier gehe es Fromm vor allem darum, „den Straßencharakter zu reduzieren und Fußgänger zu stärken“. Die Fahrbahn soll auf sechs Meter, am Rathaus gar auf 5,75 Meter, reduziert werden, wohingegen die Gehwege mit bis zu 2,50 Metern breiter werden sollen. Entlang der Straße sollen großzügig Bäume gepflanzt werden. Einen Grünzug könne sich der Architekt auch vom Rathaus hinter der Pizzeria vorbei bis zur dann offen gelegten Rems vorstellen, und an dessen Ende ein „Remsbalkon“. Auch der Rathausplatz soll begrünt werden, etwa mit einer Art „Dorflinde“. Wichtig sei, den Bäumen genügend Raum für Wurzeln zu geben, damit sie die klimawandelbedingten Trockenheiten gut überstehen.

Der Ideen-Teil

Dieser umfasst vor allem den westlichen Ortseingang, also die Fläche nach dem Kreisverkehr beim Edeka, zwischen Rems und Hauptstraße. Hier sieht der Architekt Potenzial für eine „grüne Visitenkarten“. Was bei der Remstal-Gartenschau im Kleinen begonnen wurde, könne fortgeführt und zu einem „Rems-Park“ entwickelt werden. Vor alle könnten die Rems und der Mühlbach, „erlebbar erschlossen werden“. Ortsbildeprägende Gebäude, etwa die alte Mühle oder die Feuerwehr, würde er in einem Konzept stehenlassen - dann aber gerne weiterentwickeln, etwa zu Wohnraum.

Offene Fragen

Noch nicht abschließend geklärt sei zum Beispiel, ob und in welcher Form das Rathaus einen Anbau benötige. Oder was mit dem Haus gegenüber des Rathauses geschieht. Auch die Frage, inwieweit „der Untergrund“, also die Leitungen in dem Bereich, ausgetauscht werden müssten, werde noch zu klären sein, machte Fromm deutlich.

Marc Hudelmaier meinte, bei den Plänen für den „Ideen-Teil“ werde ja sehr viel mit Privatgrund geplant. Er fraget nach konkreten Plänen der Verwaltung, wie dies umzusetzen sei. Bürgermeister Schlenker betonte, es könne funktionieren, Stand jetzt aber so in der Form natürlich nicht. Fromm sicherte zu, gemeinsam auf die Eigentümer zuzugehen. Jürgen Deininger lobte das Konzept dahingehend, dass vieles eben auf öffentlichem Grund umsetzbar sei.

Friedlich Lang fragte nach den ungefähren Baukosten. Stefan Fromm sagte zu, dies in einer der nächsten Sitzungen nachzureichen. 

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