Mögglinger „Ukraine-Café“ läuft gut an

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Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer mit Bürgermeister Adrian Schlenker und einem Teil der in Mögglingen angekommenen geflüchteten Menschen aus der Ukraine im Café am Marktplatz.
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Immer donnerstags dient das Café am Marktplatz jetzt als Anlaufstelle für Geflüchtete und Helfende.

Mögglingen. Schon Punkt 17 Uhr ist das Café am Mögglinger Marktplatz gut gefüllt, mit den Minuten kommen mehr und mehr Besucher. Manche treten ein mit einem herzhaft-schwäbischen „Griaß Gott“, andere eher zögerlich mit Kopfnicken oder einem leisen „Guten Tag“. Unschwer zu erkennen, wer die ehrenamtlichen Helfer aus Mögglingen und wer die geflüchteten Menschen aus der Ukraine sind, um die es hier allen geht.

Aus dem Stand 20 Helfer

Vor zwei Wochen, berichtet Bürgermeister Adrian Schlenker, habe es ein erstes Kennenlern-Treffen im Paulussaal gegeben. Zuvor schon habe die Gemeinde im Blättle aufgerufen, dass sich Wohnungsinhaber melden sollten und auch Menschen, die anderweitig bei einem Helferkreis mitmachen wollen. So hätten sich aus dem Stand rund 20 Helfende zusammengefunden. Deren Wunsch sei es gewesen, einen wöchentlichen Treffpunkt mitten im Dorf zu etablieren. Schnell war da die Möglichkeit des ehemaligen Gartenschau-Cafés am Marktplatz im Gespräch. Die Gemeinde stelle es gerne zur Verfügung, so Schlenker. Es gehe darum, einen Anlaufpunkt zu schaffen, berichtet Werner Stanislowski.

Zum einen für die geflüchteten Ukrainer, um sich auch untereinander kennenzulernen und zu vernetzen. Zum anderen, um Hilfe anbieten und koordinieren zu können. „Hier können sie sich melden, wenn etwas fehlt, wenn sie Unterstützung brauchen, wenn etwas unklar ist und sie nicht weiterwissen“, berichtet Stanislowski.

Immer zwei bis drei Leute seien an den Donnerstagen fix zum Dienst eingeteilt, berichtet Irmgard Sehner. Heute, am ersten Tag des „Ukraine-Cafés“, sind das sie und das Ehepaar Freimann. Grace Freimann holt ein Blech mit Butterbrezeln nach dem anderen unter der Theke hervor, Hans-Peter verteilt in lässigem Englisch warme Willkommensworte und kalte Getränke. „Die Leute haben sich schon in kurzer Zeit gut integriert, alle wollen arbeiten, viele haben Berufe“, betont Werner Stanislowski. Auch mit Lob für die Gemeinde spart er nicht. Die Unterbringung der bis dato knapp 40 Menschen, nicht nur, aber auch, in gemeindeeigenen Wohnungen, sei „vorbildlich“ gelaufen. Die private Unterbringung laufe bisher ebenfalls gut. Bei aller Willkommenskultur: Die Ukrainer selbst, so Stanislowski, hofften, sie könnten möglichst bald wieder nach Hause zurück. 

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