Mögglinger Westtangente gesperrt

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Kein Durchkommen ist bis voraussichtlich 17. Dezember am westlichen Ortsausgang Mögglingens: Mit der Begradigung der Linkskurve Richtung Heubach ist die im Jahr 2011 begonnene Baumaßnahme „Westtange“ dann endgültig abgeschlossen.
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Warum die Bauarbeiten zwischen dem westlichen Ortseingang und der Auffahrt Richtung Heubach nötig sind, wie lange diese dauern und wie der aktuelle Stand bei der Ortskernsanierung ist.

Mögglingen

Mit leuchtend grüner Farbe haben die Bauarbeiter den künftigen Straßenverlauf bereits auf dem Belag markiert. Wer dann von der Ortsmitte Mögglingens Richtung Schwäbisch Gmünd fährt, wird nicht mehr die recht scharfe Linkskurve nehmen müssen, sondern kann „in einem geraden Zug“ auf die Westtangente Richtung Heubach einfädeln, wie Bürgermeister Adrian Schlenker beim Vor-Ort-Termin erläutert.

Letztes Stück der Westtangente

Seit Anfang dieser Woche ist der Teil der Westtangente gesperrt, voraussichtlich bis Mitte Dezember ist die Firma Rossaro hier zugange. Die Baukosten von rund 150 00 Euro zahlt die Gemeinde Mögglingen. Denn mit der Maßnahmen wird laut Schlenker die Westtangente als Bauprojekt der Gemeinde endgültig abgeschlossen. Gebaut wurde die Westtangente in den Jahren 2011 bis 2013 als Entlastung des innerörtlichen Verkehrs und als künftiger Zubringer zur B-29-Ortsumfahrung.

„Geduldetes Provisorium“

Bislang sei das alles hier ein von Land und Bund „geduldetes Provisorium“ gewesen, so Schlenker. „Seit Eröffnung der Ortsumfahrung haben sich die Verkehrsbeziehungen geändert, so dass wir jetzt die Westtangente so umbauen wollen, wie sie von Anfang an im Endzustand geplant war“, berichtet der Bürgermeister. Heißt konkret: Die Ampeln werden abgebaut und der bisherige Straßenverlauf mit dem „Knick“ entschärft. Der Teil der Straße, der dann nicht mehr benötigt wird, soll zurückgebaut werden. Wo es früher auf der Bundesstraße Richtung Böbingen und Gmünd ging, ist für Autofahrer schon seit Eröffnung der Ortsumfahrung Schluss. „Das haben aber trotz Absperrung bis jetzt noch nicht alle Verkehrsteilnehmer verstanden“, meint Schlenker. Seit Kurzem soll ein Sackgassen-Schild das Verbot verdeutlichen. Fahrradfahrer dürfen weiterfahren. Gleichwohl es bei Böbingen nicht wirklich weitergeht mit dem Radweg, wie Schlenker bedauert. Mittelfristig soll der überörtliche Radweg innerhalb der Planungen des Landes zum „Radnetz BW“ aber ohnehin etwas weiter südlich entlang der Rems verlaufen. Auf den geplanten Kreisverkehr an der Ampel auf Höhe der Aral-Tankstelle habe die Gemeinde vorerst aus Kostengründen verzichtet. Übrigens: Eine der ausgemusterten Ampeln von der ehemaligen B 29 hat laut Schlenker mittlerweile eine neue Verwendung: Sie hängt im Schützenhaus und zeigt mit ihren Signalen an, ob der Schussweg frei ist.

  • Architektenwettbewerb für die Ortsmitte
  • Wie sollsich die Mögglinger Ortsmitte ohne die B 29 entwickeln? Dazu hat die die Gemeinde unter anderem einen Architekturwettbewerb ausgelobt. Zwölf Planungsbüros haben sich laut Bürgermeister Adrian Schlenker angemeldet, acht Büros haben Entwürfe abgegeben. Am Freitag, 10. Dezember, findet dazu eine sogenannte Preisgerichtssitzung mit Vertretern der Architektenkammer, Gemeinderäten, dem Bürgermeister und externen Beratern statt. In der Sitzung sollen drei Siegerentwürfe auserkoren werden. Eine weitere Verhandlungskommission soll voraussichtlich im Januar entscheiden, welche Variante dann tatsächlich umgesetzt wird. dav

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