Schlenker bleibt Bürgermeister in Mögglingen

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Wahlsieger Adrian Schlenker am Rednerpult vor dem Rathaus in Mögglingen. Der Amtsinhaber erhielt am Sonntag 67,65 Prozent der Stimmen, auf Herausforderer Jürgen Deininger entfielen 27,94 Prozent.
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Die Bürgerinnen und Bürger Mögglingens haben entschieden: Der Amtsinhaber erhielt am Sonntag 67,65 Prozent der Stimmen, auf Herausforderer Jürgen Deininger entfielen 27,94 Prozent.

Mögglingen

Adrian Schlenker bleibt Bürgermeister in Mögglingen. Die Bürgerinnen und Bürger haben den Amtsinhaber am Sonntag mit 67,65 Prozent für eine zweite Amtszeit von acht Jahren wiedergewählt. Auf seinen Herausforderer, Gemeinderat Jürgen Deininger, entfielen 27,94 Prozent der Stimmen.

Stürmisch war's am Sonntagabend in Mögglingen. Der Wind rüttelte an den Fahnen vor dem Rathaus und dem Absperrband, das den Platz vor dem Rathaus als FFP2-Masken-Bereich auswies. Ab 18.30 Uhr füllte sich der Platz, Mögglingerinnen und Mögglinger wollten ebenso wie viele Bürgermeister aus der Region wissen, wie die Wahl in Mögglingen ausgegangen war. Rund 100 Interessierte dürften es wohl gewesen sein.

Gut für die Demokratie

Kurz nach 19 Uhr trat die stellvertretende Bürgermeisterin Irmgard Sehner an das vor dem Eingang aufgestellte Rednerpult und verkündete das Wahlergebnis. Zwar sei es nicht das beste Wahlwetter gewesen, dennoch hätten viele Bürgerinnen und Bürger sich beteiligt. Irmgard Sehner beglückwünschte den alten und neuen Bürgermeister Adrian Schlenker und wünschte ihm viel Kraft und Elan für die nächsten acht Jahre, dankte aber auch Herausforderer Jürgen Deininger sehr für sein Engagement. „Das war spannend und Demokratie, wie sie im Buche steht“, meinte Irmgard Sehner.

Anerkennung der Bürger

Heuchlingens Bürgermeister Peter Lang gratulierte im Namen der Bürgermeister-Kollegen, der Verwaltungsgemeinschaft Rosenstein und namens des Gemeindetags. An Adrian Schlenker gerichtet, sagte Lang: „Wir sind alle froh, dass du, lieber Adrian, weiter in unserer Mitte bleibst.“ Wenn man sich acht Jahre lang als Bürgermeister engagiert habe, dann dürfe man an so einem Abend auch mal sagen, man habe ein gutes Wahlergebnis bekommen. Dies zeige die Anerkennung der Bürgerschaft. Schlenker könne „frohen Mutes nach vorne blicken“. Auch Peter Lang betonte, es sei gut gewesen, dass es zwei Kandidaten gegeben hatte, davon lebe die Demokratie.

Herausforderer Jürgen Deininger dankte allen, die ihm ihre Stimmen gegeben hatten und gratulierte dem Wahlsieger Adrian Schlenker. „Ich wünsche ihm alles Gute“, so Deininger.

Adrian Schlenker nannte das Ergebnis „stark und eine Bestätigung meiner Arbeit“. Er habe acht Jahre „viel g'schafft“, sei stets für Mögglingen auf Tour gewesen, vom Amtszimmer bis zur Gartenschau, zuletzt sogar bei der Kassenärztlichen Vereinigung, was besonders „spaßbefreit“ gewesen sei. Aber all das habe sich gelohnt.

Schlenker dankte dem Gemeindewahlausschuss und den Rathausmitarbeitern. Auch durch die gute Abwicklung der Wahl sei das „demokratische Grundverständnis“ erneut gestärkt worden, so Schlenker. Besonderen Dank sprach er seinen zahlreich erschienenen Bürgermeister-Kollegen aus. „Ich bin wirklich gerührt und überwältigt von dem Ergebnis und dem Zuspruch und kann nun mit gutem Rückenwind in die nächsten acht Jahre starten“, so der Wahlsieger. Vor allem dankte er allen Mögglingerinnen und Mögglingern, die zur Wahl gegangen waren, egal, wem sie ihre Stimmen gegeben hätten. Wobei er sich bei denen, die ihn gewählt hatten, „natürlich ein bisschen mehr bedanke“. Alle seine Unterstützer wolle er nun zu einer kleinen Feier in die Gaststätte „Reichsadler“ einladen. „Die Getränke gehen auf mich.“

Vor acht Jahren gewählt

Adrian Schlenker wurde vor acht Jahren, im Februar 2014, zum Bürgermeister in Mögglingen und zum Nachfolger von Ottmar Schweizer gewählt. Damals erhielt er 59,05 Prozent der Stimmen. Seine zweite Amtszeit läuft bis 2030.

Herausforderer Jürgen Deininger ist seit vielen Jahren im Mögglinger Gemeinderat. Er hatte kurz vor Ende der Frist, Mitte Januar, seine Bewerbung für das Bürgermeisteramt bekanntgegeben. Im Gespräch mit der Gmünder Tagespost hatte er vor der Wahl versichert, auch im Falle einer Niederlage weiter gut mit Adrian Schlenker zusammenarbeiten zu können.

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"Ich kann nun mit gutem Rückenwind in die nächsten acht Jahre starten.“

Adrian Schlenker,, Wahlsieger
  • Die Mögglinger Bürgermeisterwahl in Zahlen
  • In Mögglingen waren am Sonntag insgesamt 3398 Bürgerinnen und Bürger wahlberechtigt. Davon nahmen 2019 ihr Wahlrecht in Anspruch.
  • Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 59,42 Prozent. Im Jahr 2014 lag die Wahlbeteiligung bei 61,22 Prozent.
  • Auf Adrian Schlenker entfielen 1334 Stimmen, das entspricht einem Stimmenanteil von 67,65 Prozent für den Amtsinhaber.
  • Auf Jürgen Deininger entfielen 551 Stimmen, das entspricht einem Stimmenanteil von 27,94 Prozent.
  • Unter „Sonstige“ meldete der Gemeindewahlausschuss 87 Stimmen, das entspricht einem Anteil von 4,41 Prozent.
  • Gültige Stimmen wurden 1972 (97,67 Prozent) abgegeben, ungültige Stimmen wurden 47 gezählt. ⋌dav
Das Rathaus in Mögglingen.

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