Schlenker: „Engagierter Verwaltungsfachmann“

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Adrian Schlenker möchte Mögglingens Bürgermeister bleiben.
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Warum Bürgermeister Adrian Schlenker am 6. Februar für eine weitere Amtszeit in Mögglingen antritt, was er in der ersten erreicht hat und was er zu kritischen Stimmen sagt.

Mögglingen

Die Bürgerinnen und Bürger haben am 6. Februar die Wahl: Neben Herausforderer Jürgen Deininger tritt Amtsinhaber Adrian Schlenker bei der Bürgermeisterwahl an. Über seine Motivation und seine Ziele spricht er im Interview.

Herr Schlenker, warum sollten die Mögglinger Sie wählen?

Adrian Schlenker: Ich habe in den acht Jahren bewiesen, dass ich extrem engagiert arbeite und als Verwaltungsfachmann hier an der richtigen Stelle bin. Wir mussten nie einen Zuschuss zurückgeben oder haben einen finanziellen Schaden erlitten. Nicht zuletzt sind meine Familie und ich heimisch geworden, wir haben hier unser Haus gebaut, geheiratet, hier ziehen wir unsere Kinder groß.

Mit welchen Versprechen sind Sie vor acht Jahren angetreten?

Einige meinten damals, in Ihrem Alter ist das doch nur ein Sprungbrett. Ich habe gesagt, ich kann mir gut vorstellen, hier alt zu werden. Dazu stehe ich. Darüber hinaus war das Hauptthema damals natürlich die B 29. Die ist mittlerweile aus dem Ort. Nicht weil ich der große Zampano gewesen wäre, die Entscheidungen sind eher in Berlin gefallen.

Manchen dauert die darauf folgende Ortskernsanierung zu lange.

Darüber entscheidet ja nicht der Bürgermeister alleine. Wir wollen die Bürger mitnehmen und die Experten. Der Architektenwettbewerb bringt langfristig gute Ergebnisse. Ein zweites Ziel war damals die Umgestaltung der Limesschule nach dem Wegfall der Werkrealschule. Den Umbau und die Erneuerung des Brandschutzes haben wir, trotz einiger Kontroversen im Gemeinderat, hinbekommen. Dazu galt es, die Gartenschau zu organisieren, was wir mit fantastischem ehrenamtlichen Engagement geschafft haben. Zudem haben wir die Heimstatt unserer Vereine, die Mackilohalle, saniert, was auch dem Klimaschutz dient. Und es gelang, mit dem gemeindeeigenen Medizinischen Versorgungszentrum die ärztliche Versorgung langfristig zu sichern.

Wie steht's um Wohnraum?

Abgeschlossen haben wir, nach zwei Jahren Grundstücksverhandlungen, den ersten Abschnitt des Baugebiets „Im Hardt“ und sind dran, zusammen mit der Kreisbau, ein im Kreis einzigartiges Wohngebiet mit kalter Nahwärme und Photovoltaik zu verwirklichen. Neben der Innenverdichtung muss es grundsätzlich künftig mehr darum gehen, Versiegelung im Innenbereich aufzubrechen und viel mehr Grün zu schaffen. Das nützt den Menschen, der Artenvielfalt, dem Grundwasser.

Welche Themen stehen noch an?

Wir haben vieles angestoßen, was nun weiterverfolgt werden muss, zu nennen sind die Ortskernsanierung, das Feuerwehrhaus, die Kinderbetreuung. Sehr wichtig wird auch sein, sich beim Klimaschutz zu positionieren.

Wie denn?

Wir wollen das, auf meine Anregung hin, als Ziel ins Auge fassen. Das heißt, ab dem Haushaltsjahr 2022 zu schauen, was wir als Gemeinde machen können bei Klimaschutz, Artenschutz, Umweltschutz. Da können wir etwa auf unseren Liegenschaften für Photovoltaik sorgen oder ein Nahwärmenetz etablieren, da laufen erste Gespräche. Ein weiteres wichtiges Thema ist für mich das Ehrenamt.

Was heißt das konkret?

Zunächst, ganz wichtig, bezogen auf die Vereine. Mögglingen ist ein Vereinsdorf. Darüber hinaus aber auch für Projekte, bei denen nicht explizit ein Verein dahinter steht. Etwa das Micheleshaus, die Dorfblickgruppe oder das Jugendprojekt am Juca. Hier gibt es ein Riesen-Potenzial, auch als Anknüpfungspunkt für ökologische Themen. Das ist einer der Punkte, die sich aus dem von mir angestoßenen Leitbildprojekt ergeben haben: dass ungebundene Projektgruppen, angeschoben und begleitet von der Gemeinde, Dinge voranbringen.

Unterstützen Sie die Vereine ausreichend?

Ich habe selbst verantwortliche Positionen in Vereinen, etwa der Gmünder VHS, die auch in Mögglingen tätig ist und als Vorstand beim Mögglinger Bund der Selbstständigen, der MAG. In meiner Arbeit habe ich immer die Vereine unterstützt, etwa mit den Corona-Hilfen oder als die Gemeinde Flächen für die Tennisplätze und Reitplätze gekauft und somit für diese erhalten hat.

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