Tolle Aussichten bei Mögglingen - trotz Corona

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Präsentieren in luftiger Höhe das neue Turmbuch (von links): Erbauer Karl Hieber, Bürgermeister Adrian Schlenker und Hobbyfilmer Heinrich Knecht auf dem Mögglinger Aussichtsturm am Grubenholz, am Waldrand zwischen Mögglingen und Heuchlingen.
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Der Aussichtsturm am Mögglinger Grubenholz kommt gut an, das zeigen die Einträge im neuen Turmbuch. Außerdem jetzt zu bewundern: der Film zur Entstehungsgeschichte.

Mögglingen

Die Leute sind dankbar, dass es solche Ausflugsziele gibt. Davon ist Karl Hieber überzeugt. Zum Beweis öffnet der Mögglinger Zimmermeister das "Turmbuch", in dem sich die Gäste des Aussichtsturms am Grubenholz seit drei Wochen eintragen können. "Tolles Buch, toller Turm, tolle Aussicht", heißt es da in einem Eintrag von Anfang März. "Einfach mal Corona vergessen." Der Pandemie und der Eintönigkeit des Lockdowns zu entkommen – dieses Gefühl beschreiben viele Besucher in dem neuen Büchle.

Zu finden ist es ganz oben auf der Plattform, in rund zehn Metern Höhe, wetterfest verpackt in einem kleinen Fach. Karl Hieber, der mit seiner gleichnamigen Holzbaufirma auch den Bau des Turms verantwortet hat, kam die Idee dazu, als er mit der Zeit mitbekam, dass die Besucher aus einem recht weiten Umkreis kommen. Aus Stuttgart, Ludwigsburg, Göppingen. "Der aus Göppingen meinte, hier sei es sehr schön, vor allem, weil man die Kaiserberge mal von hinten sehen könne. Dabei sieht man die doch bei uns von vorne", sagt Karl Hieber und lacht.

Es wäre doch schön, dachte sich der Turmerbauer, wenn sich die Besucher in einem Büchlein verewigen könnten. Gerne würden auch Wünsche und Anregungen entgegengenommen. Und wenn es voll ist, kommt ein Neues her, verspricht der 75-Jährige. Eine Anregung haben die Besucher beim Pressetermin am Freitagnachmittag gleich: Wie wäre es, neben den Sitzbänken rund um den Turm, mit einem Bänkle samt Tisch zum Vespern? Kommt, meint Karl Hieber. Da sei er schon dran.

Auf einem Schild neben dem Buchfächle ist ein QR-Code angebracht. Wenn die Besucher diesen mit ihrer Smartphone-Kamera einscannen, kommen sie direkt zu einem Film über die Entstehungsgeschichte des Turms, den Gisela und Heinrich Knecht auf dem Internetkanal YouTube eingestellt haben. Die beiden haben das Projekt von Anfang an verfolgt, genau wie die anderen Aktionen rund um die Remstal-Gartenschau. Auch jetzt noch sind sie des Öfteren mit ihrer Kamera in Mögglingen unterwegs, um Veränderungen und das Engagement der ehrenamtlichen Arbeitsgruppen filmisch einzufangen.

Hier sieht man die Kaiserberge von hinten!

Besucher aus Göppingen

10,50 Meter hoch ist der Turm insgesamt.

20 Kubikmeter Lärchenholz aus dem Bayerischen Wald sind verbaut.

8 Tonnen wiegt das ganze Gebilde samt Fundament.

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