Wo weggemalter Winterfrust wirkt

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Mögglinger Himmel Pfarrgarten
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Im Pfarrgarten und am Mühlbach bezaubern kunterbunt gemalte und mit Folie überzogene Blumen die Spaziergänger. Der Marktplatz bekommt nun einen Mögglinger Himmel.

Mögglingen

Als es draußen noch grau und trist war, die Temperaturen frostig, kam den Mitgliedern der Dorfblick-Gruppe aus der Remsgemeinde ein zündender Gedanke: Die Bürgerschaft auffordern, Blumen zu malen. Um diese Bilder dann bis Ende März abzugeben. „Und es sind tatsächlich 400 Bilder geworden“, sind Irmgard Sehner und Claudia Vogt völlig begeistert über die Resonanz.

Ganz bewusst habe man einen Malwettbewerb ausgerufen. Vielmehr sollen die Einwohner jeden Alters völlig ohne Druck, ohne Vorgaben bezüglich der Materialien und mit viel Fantasie zu Werke gehen. Und alle ließen sich nicht zweimal bitten, sondern griffen zu Stiften und Pinsel und zur Farbe.

Was dabei herausgekommen ist, überzeugt mit außergewöhnlicher Vielfalt. Mal kunterbunt, mal abstrakt, aber stets mit floralem Motiv wurden Bilder abgegeben. Diese wandern nun aber nicht in irgendein Kämmerlein, sondern werden nun in der Öffentlichkeit als Blickfange zur Schau gestellt. „Es haben die Schule, alle Kindergärten, Erwachsene und auch Senioren aus der Tagespflege und vom Verein „Miteinander in Mögglingen“ mitgemacht“, zählt Sehner auf.

Am Montag traf sich eine Gruppe bereits früh im Pfarrgarten, um die inzwischen auf Folie gezogenen Bilder dort am Zaun anzubringen. „Aber da brauchen wir noch Holzlatten für Rahmen“, stellte Werner Stanislowski fest – und ging Holz holen. Derweil betätigten sich Erich Herrmann, Bernhard Weber, Hans Sehner und Franz Tuschl als Monteure der ersten Folien. Mit Spax, Kabelbindern und Akkuschrauber ging man ans Werk. Am Mühlbach und auf dem Weg dorthin hängen die bedruckten Blütenfolien bereits. „Alle abgegebenen Bilder werden aufgehängt“, versichert Sehner und freut sich: das ehrenamtliche Engagement werde dafür sorgen, dass mancher Familienspaziergang nun durch den Ort führt. Und mancher Enkel seinem Opa stolz sein Motiv zeigen kann. Oder eben andersherum.

Die Dorfblick-Gruppe hat sich gleich nach der Gartenschau gegründet. So ist dafür garantiert, dass auch weiterhin die für die Gartenschau angelegten Objekte wie etwa die Baumschule, der Rosengarten oder auch der Pfarrgarten gepflegt und gegossen werden. Nur dort, wo es keine Wasserentnahmestellen gibt, kümmert sich der Bauhof ums Gießen.

Manches wird sogar kopiert

Apropos: Die Mitarbeiter des Bauhofs waren bei der Aktion natürlich gefragt. Etwa als es um das Spannen der Seile über den Marktplatz ging. Denn dort werden ebenfalls folierte Blumenbilder aufgehängt. „Das wird dann unser Mögglinger Himmel“, erklärt Claudia Vogt. In Anlehnung an den Meraner Himmel, der zur Gartenschau dort gespannt und ein absoluter Hingucker war. Was beweist, dass die Gartenschau nachhaltig in der Remsgemeinde wirkt. Es lohnt sich also, immer wieder einen Ausflug dorthin zu machen. Die Ideen gehen den Mögglingern nicht aus. Und der Steingarten, den Claudia Vogt ehrenamtlich am Marktplatz anlegte und um dessen Pflege sie sich kümmert, wurde eins zu eins als Kopie in Neresheim angelegt. Es hat sich also rumgesprochen, dass Mögglingen eine wahre Ideenschmiede in Sachen Floristik ist.

Mögglinger Himmel Pfarrgarten Foto: tom

Alle abgegebenen Bilder werden aufgehängt.“

Irmgard Sehner, Organisationsteam

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