Nach vier Jahren ohne: Mögglingen hat eine Pfarrerin

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Dekanin Ursula Richter (r.) setzt Theresa Haenle (l.) offiziell als neue Pfarrerin in Mögglingen ein. Foto: Jan-Philipp Strobel
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Theresa Haenle ist offiziell von Dekanin Ursula Richter in das Pfarramt eingesetzt worden.

Mögglingen. „Es ist ein Tag der Freude“, so begrüßte Dekanin Ursula Richter die Gemeinde beim Festgottesdienst in der Christuskirche, der musikalisch mit Frische und Heiterkeit von Orgel und Flöte begleitet wurde. Bei der Investitur, der offiziellen Einsetzung von Pfarrerin Theresa Haenle in der vier Jahre lang verwaisten Pfarrstelle, war auch Schuldekan Dr. Harry Jungbauer anwesend. Dekanin Richter und der Schuldekan sind mit Haenles Art, Aufgaben anzugehen, wohl vertraut. Beide voll des Lobes über die zupackende Art und den richtigen Ton bei der Schüleransprache.

Von der herzlichen und zugewandten Art Theresa Haenles konnte sich auch die Gemeinde überzeugen. Wie geschickt sie mit ungewöhnlichen Situationen umzugehen weiß, bewies sie gleich vor Ort. Eine ihrer Zwillingstöchter schmiegte sich in ihren Talar, als sie vor dem Altar stand, was die Pfarrerin in ihrer Rede nicht störte. Von ihrer Zugewandtheit und packender Art gaben auch ihre Paten, ihr Vater und ihr Ehemann, Zeugnis.

Die Pfarrerin thematisierte in ihrer Predigt das Schicksal Abrahams, der als betagter wohlhabender Nomade von Gott fortgeschickt wird, seine Familie und sein altes Leben hinter sich lassen muss. „Würden wir einem solchen Auftrag folgen, gehorsam sein?“, fragte Haenle mit ihrer hellen, warmen, lebendigen Stimme, der man gerne zuhört. Abraham tat es im Vertrauen darauf, dass Gott seine Versprechen einhält. Heute würden Menschen durch Krankheit, den Verlust des Partner oder dass man seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, gezwungen, ihr Leben neu zu ordnen. „Der Segen Gottes liegt auf unserem Neuanfang, ja, das gilt auch für uns!“, so die Pfarrerin. Mit Gottes Hilfe könne man für die anderen zum Segen werden. Doch gelte es, den Glauben an jedem Tag neu aufzubringen. Gewiss sei, dass Gott jedem erneut zuspricht. Es war ein feierlicher Gottesdienst voll einfacher, zu Herzen gehender Worte.

Nach dem Gottesdienst hieß der Kirchengemeinderat seine neue Pfarrerin willkommen. Bürgermeister Adrian Schlenker gehörte zu den Gratulanten, ebenso Konrektorin Petra Barth von der Limesschule, an der Pfarrerin Haenle den evangelischen Religionsunterricht übernehmen wird.

Eine Holzskulptur als Geschenk

Herzliche Begrüßung auch von der katholischen Schwestergemeinde, die zuversichtlich ist, dass die sehr verbundene Zusammenarbeit der Vergangenheit bei kommenden ökumenischen Gottesdiensten weiter gepflegt werden könne und man gemeinsam neue Wege gehen werde.

Der Vorsitzende des Kirchengemeinderats Hans Moser präsentierte ein Überraschungsgeschenk für die neue Pfarrerin. Er enthüllte eine lebenshohe Holzskulptur eines Mögglinger Künstlers, eine Engelsform, herausgearbeitet aus dem Holz einer Kirchenbank, mit einem farbigen Auge, durch das das Licht strahlen kann. 

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