Neue DHL-Packstation in Heubach genehmigt

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Symbolbild DHL.
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Bauausschuss gibt grünes Licht, diskutiert aber auch über negative Effekte für den Einzelhandel.

Heubach. Auf dem Rewe-Parkplatz in der Gmünder Straße wird eine DHL-Packstation errichtet. Der Bauausschuss des Heubacher Gemeinderats befürwortete die Pläne am Mittwoch mehrheitlich.

Wie Bürgermeister Dr. Joy Alemazung erläuterte, sei die Packstation an der nördlichen Gebäudeseite auf einem der Rewe-Stellplätze geplant, dieser eine Stellplatz falle dadurch dann weg. Weil die Station außerhalb des Baufeldes liege, müsse der Bauausschuss über eine Befreiung beraten. Er selbst sehe in dem Antrag „kein Problem“. Es gebe eben viele Familien, in denen sowohl Mama als auch Papa berufstätig seien. Wer da etwas bestelle, sei oft nicht zu Hause und könne die Pakete dann abends nach der Arbeit abholen.

Karl Grötzinger meinte, er könne hier zustimmen, weil der Standort gut gewählt sei. An dem Parkplatz führen ohnehin Autos rein und raus, das sei besser als an anderer Stelle, wo Parken womöglich schwieriger wäre. Zudem ergäben sich vielleicht „Synergieeffekte“, wenn die Paketabholer gleich noch zum Einkaufen gingen.

Gerhard Kuhn erkannte eine Diskrepanz darin, dass sich Verwaltung und Gemeinderat zwar einerseits über das Ausbluten des Einzelhandels beklagten, auf der anderen Seite diese aber, etwa durch solche Packstationen, fördere. „Das Paketsystem und der Onlinehandel hebeln den Einzelhandel aus“, so Kuhn. Über dieses grundsätzliche Problem sollte sich die Stadt Gedanken machen.

Heinz Pfisterer konnte dieses Argument zwar nachvollziehen, aber auch er verwies auf die Vorteile einer solchen Abholstation. Darüber hinaus sei der Verlust des einen Stellplatzes auf dem Rewe-Parkplatz verkraftbar, da dieser ohnehin nur selten ganz voll sei. Günther Lux meinte, er persönlich halte solche Stationen für eine „Sparmaßnahme auf dem Rücken der Kunden“, stimmte den Plänen aber zu.

Bürgermeister Alemazung betonte, auch er wolle den Einzelhandel fördern und die von Gerhard Kuhn angesprochene Problematik ernst nehmen. Bei einer Gegenstimme von Gerhard Kuhn gab das Gremium den DHL-Plänen grünes Licht. 

Das Problem mit dem Dreck am „Auhölzle“

Günther Lux berichtete, er sei von Anliegern des Baugebiets „Auhölzle“ auf den durch die Bauarbeiten entstehenden Dreck auf der Straße aufmerksam gemacht worden. Er habe die Problematik an Bürgermeister Alemazung weitergeleitet. Das bestätigte dieser und sagte, er sei am Montag bei einer betroffenen Familie gewesen und habe sich dafür n entschuldigt. Man könne aber nicht viel mehr tun, als die Bauarbeiten zügig abzuschließen. Der Tiefbauingenieur habe ihm zugesichert, dass alles dafür getan werde, dies in 14 Tagen zu schaffen.

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