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Neue Halle in Lautern fürs Verpacken?

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Von: David Wagner

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Der Betrieb sei zwar als landwirtschaftlicher Betrieb großgeworden. Zwischenzeitlich habe er allerdings Verträge mit Edeka über die ganzjährige Lieferung von Kräutern. Diese würden dann „vor Ort nur noch verpackt“, so die Stadtverwaltung.
Der Betrieb sei zwar als landwirtschaftlicher Betrieb großgeworden. Zwischenzeitlich habe er allerdings Verträge mit Edeka über die ganzjährige Lieferung von Kräutern. Diese würden dann „vor Ort nur noch verpackt“, so die Stadtverwaltung. © Symbolbild Pixabay

Betrieb in der Rosensteinstraße will erweitern. Verwaltung warnt vor „städtebaulichen Spannungen“. Thema im Ortschaftsrat.

Heubach-Lautern. Der Ortschaftsrat befasst sich am kommenden Mittwoch, 10. Mai, mit der Bauvoranfrage eines Betriebs in der Rosensteinstraße. Laut Sitzungsvorlage sieht die Verwaltung dabei folgende Problematik: Der Betrieb sei zwar als landwirtschaftlicher Betrieb großgeworden. Zwischenzeitlich habe er allerdings Verträge mit Edeka über die ganzjährige Lieferung von Kräutern. Diese würden dann „vor Ort nur noch verpackt“. Weil der Anteil des Zukaufs so hoch und die Eigenproduktion in den Hintergrund geraten sei, handle es sich nicht mehr um eine Landwirtschaft im Sinne des Baugesetzbuches, so die Verwaltung, sondern um einen „klassischen Gewerbebetrieb“. Eine der Landwirtschaft vorbehaltene „Privilegierung“ bei Bauvorhaben sei deshalb nicht möglich.

Problematisch sei laut Stadtverwaltung auch der „nicht unerhebliche Zu- und Abgangsverkehr“ mit Lastwagen. Der Bauherr habe erklärt, dass sich diese Situation durch die neue Halle verbessern würde. Lastwagen könnten demnach voll beladen liefern, weil es dann mehr Lagerflächen auf dem Gelände gebe. Auch die Anzahl der Abholungen soll sich nicht erhöhen, sondern die Lastwagen voller gepackt werden. Zudem sinke die Lärmbelastung, weil die Anfahrt besser organisiert sei und die Lastwagen weniger rangieren müssten.

Laut Stadtverwaltung müsste unter anderem geklärt werden, ob planungsrechtlich die Art der Nutzung zulässig sei, eben so das Maß der Nutzung. Auch die Auswirkungen auf das benachbarte Wohngebiet „Rosenblättle“ und das sogenannte Dorfgebiet „Am Mühlkanal“ seien in den Blick zu nehmen. Zudem müsste geklärt sein, ob die drei Meter breite Straße geeignet sei, den gewerblichen Verkehr aufzunehmen. Die Stadtverwaltung schreibt zudem, „man sollte bereits jetzt klären, ob eine Entwicklung an diesem Standort überhaupt sinnvoll ist, bevor sich erhebliche städtebauliche Spannungen zwischen Betrieb und Wohnnutzung bilden“.

Der Ortschaftsrat tagt am Mittwoch, 10. Mai, ab 19 Uhr im Bezirksamt. 

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