Neue Toiletten und eine Küche für Heubacher St. Ulrich-Kirche

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Die St.-Ulrich-Kirche in Heubach soll eine neue Toilette samt Küche in einem Anbau bekommen. Foto: dav
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Heubacher Bauausschuss billigt Pläne einstimmig. Diskussion um Ausnahmen bei Bebauungsplänen.

Heubach. Die Kirche St. Ulrich in Heubach soll neue Toiletten und eine Küche bekommen. Der Bauausschuss des Heubacher Gemenderats erteilte dem Vorhaben am Mittwoch in der Sitzung in der Stadthalle grünes Licht.

Martina Zang, Leiterin des Bauamts der Verwaltungsgemeinschaft Rosenstein, erläuterte, dass die bestehende WC-Anlage in dem kleinen Nebengebäude bei der Kirche dazu umgebaut werden solle. Die Küche sei für die Vorbereitungen von Stehempfängen, etwa bei Hochzeiten oder Taufen, geplant. Das Landratsamt habe grundsätzlich keine Bedenken, vom Landesdenkmalamt stehe die Bewertung noch aus. Zudem habe ein Nachbar Einwendungen gegen die Küchennutzung vorgebracht. Baulich allerdings füge sich das Vorhaben ausreichend in die Umgebung ein, so Martina Zang. Das Gremium hatte keinen Diskussionsbedarf und stimmte einstimmig zu.

Anders sah es aus bei einem geplanten Umbau eines Einfamilienhauses zum Zweifamilienhaus in der Kohleisenstraße. Laut Martina Zang würde das Baufeld durch den Anbau „geringfügig überschritten“. Allerdings liege das Gebäude jetzt schon etwa einen Meter darüber. Zudem entstünde durch die Dachgauben ein weiteres Vollgeschoss. Berechnungen hätten aber ergeben, dass bereits im Bestandsgebäude das Dachgeschoss ein Vollgeschoss sei. Laut dem Bebauungsplan aus dem Jahr 1990 sei dies eigentlich nicht zulässig, damals aber so genehmigt worden. Martina Zang betonte, dass sich das Erscheinungsbild des Gebäudes nicht maßgeblich verändert werde.

Günther Lux meinte, ein Zweifamilienhaus sei in dem Bereich ein „kritisches Vorhaben“, das er nicht unterstützen könne. Gerhard Kuhn betonte, er können zustimmen, weil dadurch Wohnraum in bestehenden Gebäuden entstünde. Der Anbau sei zudem „kein Fremdkörper“. Auch Norbert Frey meinte, das Gebäude würde sich „von Kubatur und Umfang“ nicht wesentlich ändern. Bei einer Gegenstimme von Günter Lux wurde des Einvernehmen erteilt.

Der Ausschuss beriet zudem über die erste von drei geplanten Bebauungen mit Mehrfamilienhäusern im neuen Baugebiet „Auhölzle“. Wie Martina Zang berichtete, gebe es in dem Bebauungsplan „sehr viele Ausnahmen“. Über jede Einzelne müsse der Ausschuss entscheiden. So seien ausnahmsweise Gebäudehöhen von 12,50 Meter statt 9,50 Meter erlaubt. Auch Balkone und Terrassen könnten das Baufeld unter bestimmten Voraussetzungen überschreiten. Günther Lux fragte, warum die Stadt dann überhaupt noch Bebauungspläne mache. Gerhard Kuhn betonte, dies seien ja keine Abweichungen, sondern der Ausschuss befinde über die festgelegten Ausnahmen. Bei zwei Enthaltungen (Lukas Klotzbücher und Norbert Frey) sowie einer Gegenstimme (Günther Lux) stimmte das Gremium zu. 

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