Perspektiven für Wohnen und Gewerbe im Ortskern

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In Heuchlingen soll sowohl innerorts als auch am Ortsrand eine Wohnbebauung realisiert werden.

Heuchlingen. Bevor es an die Themen des Heuchlinger Gemeinderats ging, gab es ein stilles Gedenken an den im April verstorbenen Erich Schmid. Bürgermeister Peter Lang erinnerte daran, dass dieser von 1965 bis 1989 die Geschicke des Orts als Gemeinderat und langjähriger stellvertretender Bürgermeister maßgeblich mitgestaltete.

Die bauliche Weiterentwicklung im Bereich eines einstigen landwirtschaftlichen Betriebs und jetzigen Gartenbauunternehmens wurde ebenfalls in den Blick genommen. Hier soll ein Wohnhaus für den Inhaber entstehen. Zudem will die Gemeinde weitere fünf Bauplätze in der innerörtlichen Lage ermöglichen. Hierfür wird der Bebauungsplan „Häfner“ erweitert. Dieser soll sowohl Perspektiven für die Weiterentwicklung des Gewerbebetriebs als auch fürs Wohnen ermöglichen. In der vorgestellten Planung werden der Verlauf des Küblersbachs und das ausgewiesene Biotop im Planungsbereich berücksichtigt. Zudem soll das „Dorfgebiet“ im Textteil in ein „Mischgebiet“ umgewandelt werden. Die Planung wird nun für vier Wochen öffentlich ausgelegt.

Am Ortsausgang in Richtung Mögglingen ist aktuell das Baugebiet „Lindenbrunnen“ in Planung. Zwei Bauabschnitte sollen zuerst 22, später 15 Bauplätze bieten. Auf Nachfrage der Verwaltung machte EnBW ODR deutlich, dass momentan kein Gasanschluss für dieses Baugebiet seitens des Energieträgers auf der Agenda steht, weil in Neubaugebieten vorzugsweise andere Energieträger zum Einsatz kommen. Etwa Wärmepumpen, Holz und Öl. Durch die gering erwartete Anschlussdichte lasse sich eine neue Leitung nicht refinanzieren, die EnBW müsste diese Leitung zulasten anderer Gaskunden subventionieren. Die Rede ist von einer Investition von rund 110 000 Euro. Die EnBW schlug daher der Gemeinde vor, sich am Bau der Leitung zu beteiligen und später diese Investition an die Bauplatzkäufer weiterzugeben. Die Gemeinderäte sprachen sich gegen diese Kostenbeteiligung aus.

Wie schnell sich die Corona-Lage ändern kann, machte Bürgermeister Lang anhand eines Beispiels fest. Am Montag, 26. April, habe er einen Anruf vom Landratsamt erhalten. Darin sei er darauf aufmerksam gemacht worden, dass Heuchlingen aufgrund vieler Fälle eine Inzidenz von 630 habe. Die aktuelle Inzidenz liege nun bei Null, da es, Stand 17. Mai, keine Infizierten in der Gemeinde gebe.

Die Kindergartenabrechnung 2020 liegt vor: Insgesamt weist diese eine Abmangelbeteiligung der Gemeinde am jetzt fünfgruppigen Kindergarten in Höhe von 590 499 Euro auf. Abzüglich des Landeszuschusses von 296 842 Euro sowie abzüglich der geleisteten Elternbeiträge von 24 604 Euro liege der Eigenanteil von Heuchlingen bei 321 446 Euro. Bürgermeister Lang machte darauf aufmerksam, dass der Eigenanteil an den Kosten bei 11,8 Prozent liege. Also weit unter den vom Land geforderten 20 Prozent. Anja Jantschik

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