Sicherheit am Rosenstein geht vor - Ausblick gewinnt

+
Vollernter im Einsatz am Rosenstein
  • schließen

Das Eschentriebsterben lässt den Verantwortlichen keine Wahl. Der Weg zum Schützenhaus in Heubach in Richtung Lautern ist wegen Baumfällarbeiten gesperrt.

Heubach

Spaziergänger, Mountainbiker oder Reiter müssen am Rosenstein in den kommenden zwei Wochen damit rechnen, dass sie ihre gewohnte Route ändern müssen. Grund hierfür sind Baumfällarbeiten, die „in erster Linie der Verkehrssicherheitspflicht dienen“, wie Heubachs Revierleiter Jörg Hirsch erklärt. Zusammen mit dem studierten Forstwirtschaft-Trainee Johannes Marquardt machte er sich jetzt ein Bild von der umfangreichen Hieb-Maßnahme. Diese wird momentan von Jochen Lobenhofer von der Firma Reichhardt aus Altheim auf der Alb ausgeführt.

Ein Harvester - ein Vollernter - mit speziellem Energieholz-Aggregat ist im Einsatz. Die Maschine nimmt die erkrankten Eschen im wahrsten Sinnen des Wortes in die Zange und fällt sie. Um sie dann auf dem Boden seitlich abzulegen. Die Bäume mit dem dürren Geäst sind von Pilzen befallen, die sich sowohl in der Krone als auch von der Wurzel her an dem Baum zu schaffen machen.

Die Gefahr, dass Geäst oder gar der Baum selbst dann plötzlich auf den beliebten Spazierweg fallen, ist groß. Eine unberechenbare Situation für Spaziergänger, Reiter und Mountainbiker. „Es werden wohl rund 500 Kubikmeter Holz entfernt“, schätz Revierleiter Hirsch. Die gute Nachricht ist, dass das so geerntete Holz je nach Beschaffenheit zu Hackschnitzeln oder Brennholz umgewandelt wird.

Neben der Verkehrssicherheit steigert die Hieb-Maßnahme auch den Erholungswert am Rosenstein-Massiv. Es wird lichter entlang der beliebten Wege. Etwa in Richtung Schützenhaus und auch weiter auf dem Weg nach Lautern.

Wenn der Harvester seine Arbeit getan hat, rückt ein Tragschlepper an, der das gefällte Holz und Geäst zusammenträgt. Vor Ort wird es gleich in Hackschnitzel oder Brennholz-Stückgut umgewandelt und schließlich abgefahren. Es wird selektiv gearbeitet, nicht einfach Tabula rasa am Rosenstein gemacht. Einzelne, gesunde Bäume bleiben stehen.

Ein Problem stellen eingewachsene Telefonkabelmasten dar. Die Telekom war bereits vor Ort. Die Versorgungsleitungen, die fürs Schützenhaus und auch die Waldschenke einst errichtet wurden, werden neu erstellt. So ist in Kürze auch wieder die Versorgung mit Telekommunikation für beide Gebäude gewährleistet.

Im Übrigen appellieren die Forstmitarbeiter dringend an alle Nutzer der Wege. Unbedingt sollten die Sperrbanner, die über den ganzen Weg gespannt sind, beachtet werden. „Sonst besteht Lebensgefahr“, warnt Revierleiter Jörg Hirsch.

Bis in zwei Wochen sollen die Arbeiten beendet sein. Ein überschaubarer Zeitraum allemal. Und bis dahin muss mit einer alternativen Strecke von den Nutzern genommen werden.

Während einzelne absterbende Eschen im Waldesinneren in der Regel kein Problem darstellen, bleibt Waldbesitzern und Forstleuten bei Bäumen in der Nähe einer Straße oder eines stark frequentierten Wanderwegs meist kein Spielraum. „Die Esche, die im gesamten Stadtwald mit einem Anteil von elf Prozent der Baumarten vertreten ist, tritt hier am Nordrand des Rosensteins geballt auf. Dort, wo entlang des Weges ausschließlich geschädigte Eschen stehen, sind wir gezwungen, einen relativ starken Hieb durchzuführen“, bedauert Hirsch.

Dadurch wird der beliebte Traufweg in Richtung Lautern über weite Bereiche geöffnet und sich das Waldbild entsprechend verändern. „Positiver Nebeneffekt ist, dass immer wieder kleine Aussichtspunkte entstehen und, dass durch den stärkeren Lichteinfall im Waldrandbereich viele Insektenarten profitieren werden“, erklärt hierzu Wolf Noack, Sachgebietsleiter des Geschäftsbereichs Wald- und Forstwirtschaft im Landratsamt Ostalbkreis, der sich ebenfalls ein Bild vor Ort von den Hiebarbeiten machte.

Das Sperrungs-Banner ist nicht zu übersehen.
Revierleiter Jörg Hirsch und Trainee und Forstwirtschaftler Johannes Marquardt (re.) machen sich ein Bild von den Baumfällarbeiten am Rosenstein.
Wegen Baumfällarbeiten am Rosenstein ist der Bärenhaldeweg zum Schützenhaus und nach Lautern gesperrt. Kranke Eschen müssen weichen.
Baumfällarbeiten auf dem Rosenstein

Zurück zur Übersicht: Rosenstein

WEITERE ARTIKEL

Kommentare