So lief die Saison im Heubacher Freibad

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Die Frühschwimmerdamen nutzten am Freitag einen der letzten Badetage im Heubacher Freibad. Am Sonntag ist Schluss für dieses Jahr. Rechts der Leiter des Bäderteams Bernd Müller.
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Wie sich die gesperrten Kinderbecken auf die Besucherzahl auswirkten und warum Hitze nicht nur gut ist.

Heubach. Himmel: wolkenverhangen. Lufttemperatur: 20 Grad. Wassertemperatur: 20 Grad. Dazu eine Brise, die fast schon nach Herbst riecht. Die Damen der regelmäßigen Frühschwimmer-Gruppe lassen sich davon nicht beirren. „Das sind die echt Harten“, meint Bernd Müller und lacht. Der Chef des Bäderteams hatte zuvor am Freitagvormittag mit den Frühschwimmerinnen getafelt. Mit dem von den Damen organisierten Sektfrühstück gehe man „immer positiv ins Saison-Ende“, meint Müller.

Dass die Freibad-Saison zu Ende geht, liest der Besucher schon auf einem am Eingang aufgestellten Schild. „Letzter Badetag am Sonntag, 11. September.“ Schon jetzt seien die Nächte recht kalt und das Wasser heize sich tagsüber nicht mehr richtig auf, wie Müller berichtet. Die Wetteraussichten werden auch nicht besser. Zeit also, Bilanz zu ziehen.

Insgesamt 52 185 Gäste zählte das Bäderteam bis einschließlich Donnerstag. In den von Corona geprägten Vorjahren waren es rund 32 000 (2020) und 27 100 (2021). Mit den Zahlen sei das Team ganz zufrieden. Allerdings, meint der Chef, wären wohl gut und gerne 5000 mehr Badegäste gekommen, wenn die Kinder- und Planschbecken von Anfang an in Betrieb gewesen waren. Wegen einer kaputten Pumpe konnten diese aber erst Ende Juli geöffnet werden. Dafür habe es zwar seitens der Gäste meist Verständnis gegeben. Viele Eltern mit Kindern hätten aber nach einem Anruf den geplanten Besuch dann doch abgesagt.

Der besucherstärkste Monat sei der Juli gewesen mit 17 275 Badegästen. Bester Tag war laut Müller der 19. Juni mit 2030 Besuchern, und das, obwohl damals das Kinderbecken noch geschlossen war. Gut angekommen sei auch der vom TSV Heubach zum dritten Mal organisierte „Freibad-Jump“-Tag samt großem Trampolin. Einen Gutschein erhielt der 50 000 Besucher, in diesem Jahr war das Stammgast Kurt Weidenbacher, berichtet Bernd Müller.

Keine größeren Unfälle

Größere Notarzteinsätze oder schlimme Unfälle habe es glücklicherweise keinen gegeben, nur viele Wespenstiche, Schürfwunden, Prellungen. Mit zwölf Personen sei das Bäderteam auch vergleichsweise gut aufgestellt gewesen, meint Müller. Wegen Corona habe es einige Ausfälle gegeben und ab August sei die Personalsituation etwas enger geworden. Insgesamt habe das aber gepasst. Die drei bis vier Hitzewellen hätten dem Freibad zwar viele Besucher, dem Team aber auch viel Arbeit beschwert. Bei nur vier Regentagen müsse etwa die Grünpflege „nebenher laufen“. Aber, meint Müller, besser so als ein verregneter Sommer. 

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