Was das DRK-Team beim "Bike the Rock" leistet

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Sorgen für Erste Hilfe bei "bike the rock" in der Heubacher Stellung: Bereitschaftsleiter Roland Kässer, Lisa Hübner, Sheljana Barth, Liane Tiede, Michael Holbeck und Kai Scheppelmann.
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Beim Mountainbike-Festival „Bike the Rock“ in Heubach kümmern sich 30 Mitglieder des Deutschen Roten Kreuz um Erstversorgung von Verletzten. Ein Blick hinter die Kulissen.

Heubach

Roland Kässer aus Heubach ist von Anfang an dabei und kennt die gefährlichen Kehren, wenn es den Wald am Rosenstein beim „Bike the Rock“ runtergeht. Dementsprechend hat er sein ehrenamtliches Team des Ortsvereins des Deutschen Roten Kreuz aus Heubach an insgesamt sechs Stationen positioniert. „Wir wissen, wo es kritisch ist“, versichert er. Denn, wenn jemand stürzt, ist schnelle Hilfe oberstes Gebot. Mit von der Partie sind auch Mitglieder der Bergwacht und des DRK Ortsvereins aus Mögglingen sowie „Rennarzt“ Stefan Vogt. Im Notfall wissen alle, was zu tun ist.

Dass die Organisation und Koordination für die erste Hilfe kein Pappenstiel sind, zeigt die lange Vorbereitungszeit. „Rund acht Wochen wird alles vorbereitet“, stellt Kässer nach kurzer Überlegung fest. Er ist der Bereitschaftsleiter, bei ihm laufen alle Fäden zusammen. Auch während des Gesprächs melden sich immer wieder die einzelnen Posten, geben Situationsberichte durch. Etwa die Einsatzleitung beim Fernsehturm mit Pascal Kässer und Marcel Schramm von der Bergwacht, die ankündigen: „Jetzt kommt ein Verletzter mit dem RTW nach unten“. Wenig später bahnt sich der Rettungswagen auch schon seinen Weg durch die Besucherschar in der Stellung, hin zum Versorgungszelt des DRK. Dort wird der Verletzte, ein junger Mann aus Österreich, übernommen. Zur Beobachtung und Dokumentation. Denn es ist klar, dass er zwar Blessuren von einem Sturz davongetragen hat, aber dennoch kein akuter Fall fürs Krankenhaus ist. Er wird zur Beobachtung ins Zelt gebracht, kann auf eigenen Beinen die letzten Meter vom Einsatzwagen zum Zelt gehen. Bei ihm ist Kai Scheppelmann vom DRK, er dokumentiert akribisch, wie die Behandlung des gestürzten Radlers aussieht. Sein Hund „Luk“ erwartet ihn schwanzwedelnd vor dem Zelt in der Stellung. Er genießt die vielen Streicheleinheiten, die ihm dort gegönnt werden.

An der Station in der Stellung stehen Sheljana Barth, Lisa Hübner, Michael Holbeck sowie Liana Tiede gerade bereit, um Personen zu helfen. „Wir wechseln an den Stationen durch“, erklärt Kässer. Während des Gesprächs mit der Gmünder Tagespost kommen zwei Radler, die um Hilfe bitten. Der eine hat Schürfwunden an den Fingern, dem anderen tun die unteren Rippenbogen nach einem Sturz weh. „Könnten sie bitte mal nachschauen …“ Das DRK-Team kümmert sich um ihn.

„Biker sind zäh“, bemerkt Roland Kässer. Und freut sich darüber, dass am Samstagmittag gutes Wetter für „Bike the Rock“ ist. „Der Waldboden ist nicht zu ausgetrocknet und nicht schlammig.“ Also weniger Stürze mit schweren Folgen. Überhaupt sei der Zustand der Strecke dafür verantwortlich, wie viele Stütze es gibt, schiebt er nach. Wenn es ganz trocken wäre, gäbe es mehr Stürze mit schweren Folgen. Denn dann ist der Boden wie Beton. Sollte ein sofortiger Transport ins Krankenhaus nötig sein, gibt es ausgewiesene Rettungswege, die ohne Publikum zügig befahren werden können.

„Die Gemeinschaft ist klasse und die Menschen, denen man hilft, dankbar“, freuen sich die Rettungssanitäterinnen und -sanitäter über die Resonanz. Nicht nur die Verletzten selbst, sondern auch die Besucher allgemein „bringen uns Wertschätzung entgegen“, beschreiben die Frauen an der Station im Zelt.

Von morgens um acht Uhr am Samstag bis zum Abend, und am Sonntag nochmals ist das 30-köpfige DRK-Team ehrenamtlich parat. „Im Schnitt haben wir 60 Personen an den beiden Tagen zu versorgen, davon müssen fünf in die Klinik“, beschreibt Kässer den Einsatz. Samstags, wo die Amateure antreten, ist „mehr zu tun“ als sonntags, wenn die Profis fahren. So seine Erfahrung. Ausnahme war da das „Bike the Rock“ vor drei Jahren. „Da hatten wir am Samstag beim Marathon 30 Unterkühlte, denn um elf Uhr fing es an zu schneien.“

Der Dienst der Ehrenamtlichen des DRKs bei „Bike the Rock“ ging offiziell bis Sonntag, 18 Uhr. Dann wurde abgebaut. „Aber es gibt keine Probleme, für diese Veranstaltung motivierte Einsatzkräfte zu finden“, versichert Kässer, erfreut über seine schlagkräftige Truppe.

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