Wird die Wiesenstraße saniert?

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Der Technische Ausschuss bei seinem Vor-Ort-Termin in der Böbinger Wiesenstraße im Januar. Nun muss der Gemeinderat entscheiden, wie es hier weitergehen soll.
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Anwohner in Böbingen müssten 95 Prozent der Kosten tragen. Gemeinderat entscheidet am Montag.

Böbingen. Wird die Wiesenstraße in Böbingen nun saniert? Der Gemeinderat muss am kommenden Montag hier eine Entscheidung treffen, wie aus den Sitzungsvorlagen hervorgeht. Problem dabei: Ähnlich wie bei anderen älteren Siedlungen, etwa in der Bucher Straße oder der Gartenstraße, sind die Wohnhäuser vor der Straße gebaut worden. Eine umfassende Sanierung wäre laut Verwaltung also eine „erstmalige Erschließung“, was bedeute, dass die Anwohner 95 Prozent der Kosten übernehmen müssten. Bei einem Vor-Ort-Termin mit dem Technischen Ausschuss im Januar dieses Jahres waren viele der anwesenden Bewohnerinnen und Bewohner gegen eine umfassende Sanierung, und wenn doch, dann solle diese so günstig wie möglich gemacht werden.

Gemeinde haftet bei Unfall

Wie es in der aktuellen Sitzungsvorlage heißt, habe die Straße keinen fachgerechten Unterbau, keinen Frostschutz und keine funktionierende Entwässerung. In regelmäßigen Zeitabständen müsse die Gemeinde provisorisch Schlaglöcher schließen. Zuletzt sei im Jahre 2021 eine aufwendigere Sanierung vorgenommen worden. Auch in der Zukunft seien weitere Sanierungen notwendig. „Sollte es aufgrund der Beschaffenheit der Straße zu Verkehrsunfällen kommen, muss die Gemeinde Böbingen damit rechnen, haftungsrechtlich in die Verantwortung genommen zu werden“, so die Verwaltung.

Der Technische Ausschuss hatte die Verwaltung im Januar beauftragt, eine Kostenprognose für den Ausbau der Straße einzuholen und mögliche Erschließungsbeiträge zu Lasten der Anlieger abzuschätzen. Die Verwaltung betont: „Alle Angaben zu den Kosten sind vorläufig unverbindlich.“ Das Abrechnungsgebiet müsse vom Gemeinderat beschlossen werden, ebenso müsse dieser ein technisches Ausbauprogramm beschließen, damit Erschließungsbeiträge rechtssicher berechnet werden könnten. Die Verwaltung selbst lege dem Gremium keinen Beschlussvorschlag vor. Die Sitzung ist am Montag, 19. September, ab 18.30 Uhr im Rathaus. 

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