Zwei Großprojekte stehen ins Haus

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Das Feuerwehrhaus in Mögglingen ist zu eng und erfüllt nicht mehr die Anforderungen, die heutzutage an ein solches Gebäude gestellt werden. Die Gemeinde sieht deshalb im Haushaltsplan 2022 einen Neubau vor.
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Mögglinger Gemeinderat befasst sich mit Etat 2022. Feuerwehrneubau im Fokus. Gremium beschließt außerdem höhere Zuschüsse für die Vereinsjugenden.

Mögglingen

Das solide Wirtschaften in Mögglingen wird im Etat 2022 belohnt. Denn Kämmerin Melanie Sturm berichtete in der Gemeinderatssitzung am Freitag, dass trotz großer Projekte keine Kreditaufnahme nötig sein wird. Auch die Grundsteuer-Hebesätze bleiben unangetastet. Ebenso der Wasserzins, der aktuell bei 2,75 Euro netto liegt. Die Kalkulation der Abwassergebühr wird momentan aufgestellt und wird im Frühjahr 2022 thematisiert.

Bürgermeister Adrian Schlenker, der sich bereits in einer Klausurtagung im November gemeinsam mit den Gemeinderäten das Zahlenwerk für 2022 zu Gemüte geführt hatte, bemerkte, dass dies der letzte Etat seiner ersten Amtszeit sei. Und brachte zum Ausdruck, dass er gern auch weiterhin als Bürgermeister in Mögglingen die kommenden Haushalte beraten möchte.

Angesichts der Großprojekte, die 2022 anstehen, bemerkte er trocken: „Das wird sportlich. Aber einfach kann ja jeder.“ Was gemeint ist? Dass Mögglingen 2022 in den Neubau für die Feuerwehr rund 3,82 Millionen Euro investieren will. Anträge an den Ausgleichstock (Landesmittel für finanzschwache Kommunen) sowie Fachförderung Z-Feu werden hierfür gestellt.

Weiter sind 2022 im Finanzhaushalt insgesamt 500 000 Euro für eine Interimslösung bei der Kinderbetreuung (zwei Krippengruppen und eine Kindergartengruppe) eingeplant. Im Ergebnishaushalt finden sich 166 700 Euro für die Betriebskosten der Interimslösung. In den Folgejahren soll dann ein Neubau entstehen, der mit insgesamt 3,8 Millionen Euro zu Buche schlägt. Auch hierfür soll ein Antrag auf Landesmittel aus dem Ausgleichstock gestellt werden. Allerdings erste im Jahr 2023.

Ebenfalls im Etat 2022 findet sich die Planung für fünf barrierefreie Bushaltestellen, die 2023 für 236 000 Euro realisiert werden sollen. Hierfür gibt es eine Förderung von 123 000 Euro. Eine Spielflächengestaltung für 125 000 Euro im Baugebiet Hardt findet sich unter anderem ebenso im Etat. Und für die Ortskernsanierung stehen 150 000 Euro parat. In den Folgejahren kommen 1,18 Millionen Euro dazu.

Die Verschuldung wird 2022 auf 1,17 Millionen Euro gesenkt, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 278 Euro entspricht. Das Gremium wird im Januar den Etat verabschieden.

Positives gab es für die Vereine zu vermelden: Ohne Debatte stimmten die Gemeinderäte einig der Erhöhung des Zuschusses für die Vereinsjugend zu. Was bedeutet, dass es pro Jugendlichem statt fünf künftig 10 Euro Gemeindezuschuss geben wird. Zudem wird auch der Tagessatz bei Vereinsfreizeiten für die Jugend pro Kopf von bislang drei auf 10 Euro erhöht.

Die Neukalkulation der Verbrauchsgebühr für Wasser zeigte, dass der Preis von netto 2,75 Euro pro Kubikmeter auskömmlich ist. Daher wird der Preis belassen und dadurch keine Satzungsänderung nötig.

In seinem Jahresrückblick rief Adrian Schlenker die Vorbereitung des Medizinischen Versorgungszentrums in Erinnerung. Im MVZ konnten die beiden neuen Ärzte am 4. November den ersten Patienten begrüßen. Schlenker hob das Ehrenamt hervor, sowohl bei der Pflege der Mögglinger Gärten als auch im Gartenschau-Café. Bei letzterem war er optimistisch, dass es nach der Gartenschau nun 2022 wohl wieder als Café öffnen könne.

Als stellvertretende Bürgermeisterin wartete Irmgard Sehner mit einem Zeugnis zum Jahresende für Bürgermeister und Gemeinderäte auf. Unterm Strich lobte sie den „fairen und offenen Umgang“.

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