Zwei Hütten und viel Gemeinschaft

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Niki Mündler
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Heubach bietet eine Vielzahl an Vereinen - zum Beispiel die Ortsgruppen des Schwäbischen Albvereins Heubach und Lautern mit ihren „Basislagern“ auf dem Rosenstein.

Heubach/ Lautern

Nichts geht ohne Vereine in Heubach und Lautern - und viel geht ab auf dem Hausberg - dem Rosenstein. Die Mitglieder der Albvereine in Heubach und Lautern vereinen beides: Sie engagieren sich für die Gemeinschaft und sie kümmern sich um den Erhalt der Wanderwege und der Natur. In den vergangenen zwei Jahren bremste Corona das Engagement der Ehrenamtlichen aus. Trotzdem ist die Zahl der Mitglieder in der Heubacher Ortsgruppe sogar leicht gestiegen. Knapp 370 Mitglieder sind's momentan. „Für das Gemeinschaftsgefühl waren die letzten beiden Jahre schwer zu ertragen“, sagen Nicole und Reiner Mündler, sie Mitglied im Vorstandsteam, er Hüttenwart. Die Hütte monatelang geschlossen, keine Wanderungen oder Aktionen. Umso größer ist die Freude, jetzt durchzustarten. Wanderplan und Familienaktionen stehen fest, die Waldhörnchen, eine Gruppe von Kindern zwischen zwei und sechs Jahren, treffen sich wieder 14-tägig, um den Wald zu erkunden.  Immer montags trifft sich die Pedelec-Gruppe, die Senioren wandern am letzten Mittwoch im Monat.Beim „Bike the Rock“ bewirten die Albvereinler an ihrer Hütte, Hüttengaudi, Kuttelfest, Hocketse, Theatervorstellungen und der Tiroler Abend stehen an.

Langweilig wurde es den Mitgliedern in der Coronazeit trotzdem nicht, denn die Wegewarte kontrollieren die Wege regelmäßig, kümmern sich um die Beschilderung und reparieren kleinere Schäden.

Auch die Lauterner Albvereinler haben die coronabedingt ruhigen Jahre genutzt, um neue Projekte anzustoßen. Die Naturschutz- und Wanderwarte haben das Wegenetz instand gehalten und beispielsweise den Weg von der Lauterner Hütte zur großen Scheuer neu geschottert. Zudem entstand rund um die Hütte ein Naturlehrpfad. Die Mitglieder fertigten Schilder, auf denen Tiere und Pflanzen erklärt werden.

Eine weitere Idee? Gemeinsam mit der Initiative „Unser Dorf hat Zukunft“ wollen die Albvereinler einen Themenweg Wasser errichten, der vom Wanderparkplatz bis zur Ölmühle führt und den Bach erlebbar machen soll. Die Albvereinler wollen zudem das Krankenbrünnele am Lauterner Wanderparkplatz wieder herrichten. „Da ist seit 1965 nichts mehr passiert“, erklärt Vorsitzender Rainer Kühnhöfer. Gefehlt habe in letzter Zeit vor allem die Gemeinschaft, sagt Kühnhöfer, der froh ist, dass die rund 160 Mitglieder dem Verein treu geblieben sind. Voller Freude blicken die Lauterner aufs Jahr: Endlich wieder Wanderungen, Kanutouren, Bastelspaß und Ausflüge mit der Familiengruppe und Wanderungen für die Senioren, endlich wieder offene Türen bei ihrer Hütte oberhalb des Ortes und endlich wieder Hütten-Gaudi am 21. Mai.

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Linsen und Spätzle und andere Hütten-Highlights

  • Nicole Mündler:
    1. Liebstes Hüttenessen: Das Schöne ist ja, dass es kein festes Essen gibt, sondern jeder Dienstler selbst entscheidet, was er kochen möchte, damit erwartet einen immer ein Highlight.
    2. Schönster Hüttenplatz: draußen auf unserer Terrasse, innen am Kachelofen.
    3. Schönste Runde in Heubach: Die Randwanderung auf dem Rosenstein, aber auch der Küchenschellenweg ist besonders im Frühjahr toll.
    Rainer Kühnhöfer:
    1. Liebstes Hüttenessen: Linsen mit Spätzle.
    2. Schönster Hüttenplatz: der neu gestaltete Vorplatz mit Natursteinmauer und Blick auf Lautern.
    3. Schönste Runde in Lautern: Lappertal - Ostfels - große Scheuer.
    Mitglied werden:
    Infos zum SAV Heubach gibt's per E-Mail an savheubach@gmail.com und auf www.albverein-heubach.de. Eine Familienmitgliedschaft kostet 50 Euro pro Jahr. Infos zur Lauterner Ortsgruppe gibt's unter https://lautern.albverein.eu/. Der Familienbeitrag liegt bei 47 Euro pro Jahr.
Rainer Kühnhöfer

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