100 Jahre Forschung in Gmünd

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fem Forschungsinstitut Neubau K15

Beim Jubiläum wechselt nach 28 Jahren auch die Leitung des weltweit renommierten fem.

Schwäbisch Gmünd. Jubiläum und Neuanfang: Der Donnerstag, 22. September, bedeutet für das Forschungsinstitut edelmetalle + metallchemie beides zugleich. Mit einem Festakt wird das 100-jährige Bestehen der weltweit einzigen unabhängigen Einrichtung zur Edelmetallforschung begangen. Zugleich übergibt Dr. Andreas Zielonka, der das Institut 28 Jahre lang leitete, seine Aufgabe an seinen Nachfolger und bisherigen Stellvertreter Prof. Dr. Holger Kaßner. Beim Festakt im CCS wird auch Michael Kleiner, Ministerialdirektor im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg, ein Grußwort sprechen.

Im Herbst 1922 nahm das „Forschungsinstitut und Probieramt für Edelmetalle“ als Unterstützung für das notleidende Gmünder Edelmetallgewerbe seine Arbeit auf, damals noch in den Räumen der Königlichen Fachschule für Edelmetallindustrie. Ganz wichtig damals: Das Institut sollte unabhängig und anwendungsorientiert Lösungsvorschläge für Probleme der Edelmetallindustrie entwickeln. Diese beiden Prioritäten haben sich bis heute erhalten.

Neues in den Fünfzigern

1926 wurde das Institut um die Abteilung „Galvanotechnik und Metallfärbung“ erweitert. Die Galvanotechnik gehört bis heute zu den zentralen Arbeitsgebieten. In den fünfziger Jahren änderte sich vieles: 1957 wurde aus der Probier- und Forschungsanstalt das Forschungsinstitut für Edelmetalle und Metallchemie, abgekürzt fem. Und 1958 zog das Institut in den für 1,5 Millionen Mark erstellten Neubau an der Katharinenstraße. Bis dahin hatte es sich schon zu einer weltweit anerkannten Forschungseinrichtung auf dem Gebiet der Edelmetalle entwickelt. In den folgenden Jahrzehnten kamen die Werkstoffwissenschaften und die Oberflächentechnologie hinzu. Das neueste Arbeitsgebiet des fem ist die Wasserstofftechnologie.

Kontinuität in der Führung

Große Kontinuität zeichnete das fem stets in der Führungsetage aus: Prof. Dr. Ernst Raub übernahm die Leitung 1934 und prägte die Unabhängigkeit des Instituts. 1971 übergab er die Leitung an seinen Sohn Prof. Dr. Christoph Raub. 1995 übernahmen Dr. Hermann Jehn und Dr. Andreas Zielonka gemeinsam die Leitung, seit 2001 ist Zielonka alleiniger Chef. ⋌Wolfgang Fischer

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