150 000 Euro für neues Bauland

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Ortschaftsrat Hussenhofen befasst sich mit Doppelhaushalt 2022/2023. Bezirksamt bald barrierefrei.

Schwäbisch Gmünd-Hussenhofen. Seit 2017 bis heute sind in Hussenhofen über sechs Millionen Euro investiert worden, wie Oberbürgermeister Richard Arnold am Donnerstag in der Ortschaftsratssitzung vorrechnete. „Hussenhofen musste nicht darben, es wurde einiges gerissen.“

Unter anderem hatte er die Investitionen im Zuge der Gartenschau im Blick. Auch im kommenden Doppelhaushalt 2022/2023, den der erste Bürgermeister Christian Baron vorstellte, ist Hussenhofen mit großen Brocken dabei. Zum einen geht’s um die Generalsanierung und Erweiterung der Mozartschule für rund 3,68 Millionen Euro, zum anderen um die Sanierung der Ortsdurchfahrt für 1,35 Millionen Euro. In diesem Zusammenhang erklärte Baron, dass es durchaus sein kann, dass es in Hussenhofen das erste barrierefreie Bezirksamt geben könnte. Denn im Inneren gibt es Barrierefreiheit, lediglich die wenigen Außenstufen müssen barrierefrei werden. Und im Zuge der Sanierung der Ortsdurchfahrt wäre es schlicht einfacher als in allen anderen Bezirksämtern, die Barrierefreiheit herstellen zu können. „Die Ortsdurchfahrt ist ihre Chance.“ 50 000 Euro finden sich hierfür im Etat.

Weiter sind für Hussenhofen 150 000 Euro im Etat für Grunderwerb zur Schaffung von neuem Bauland verankert. „Wir wollen Perspektiven schaffen“, machte der erste Bürgermeister klar, dass in allen Ortsteilen hierfür Summen eingearbeitet wurden. Allerdings gab es eine klare Absage im kommenden Doppelhaushalt für die Erstellung eines Multifunktionssportplatzes an der Mozartschule. „Für die Mozartschule machen wir viel und aus Überzeugung“, verdeutlichte Baron. Aber angesichts der schwierigen Haushaltslage sei ein solcher Platz momentan nicht darstellbar, bedauerte er. Zudem erinnerte er wie auch in allen anderen Ortschaftsräten, dass alle Vorhaben vorbehaltlich der Genehmigung des Haushalts zu sehen sind.

Ebenfalls „im Lichte der aktuellen Finanzlage“ können die Hussenhofener nicht mit einer Einleitung des Lützelbach in den Mühlbach rechnen. „Das wäre im Moment nicht vertretbar“, machte Baron klar. Wie es um die Gmünder Finanzen im Doppelhaushalt stehen wird, hatte er vorab erläutert. Und übernahm so den Part, den bislang Stadtkämmerer René Bantel in den Ortschaftssitzungen übernommen hatte, der aber aus gesundheitlichen Gründen ausfiel. OB Arnold kündigte auch an, dass es keine Ersatzbeschaffungen für die Tische in der Mozartschule geben wird, deren Oberflächen durch die stetige Desinfizierung geschädigt sind. „Sie tun es trotzdem noch“, verwies auch er auf die Finanzlage der Stadt.

Bevor man sich mit dem Doppelhaushalt befasste, stand der Ortsteil Zimmern im Fokus. Hier wird die vorhandene Infrastruktur „Am Krümlingsbach“ erneuert. Außerdem wird die Stützmauer auf einer Länge von 40 Meter saniert und ein fünf Meter breiter Gewässerrandstreifen entlang eines Grundstücks, das nun privat erschlossen und bebaut werden soll, angelegt. Alexander Trautmann vom Baudezernat erläuterte die Maßnahmen: So wird etwa die bisherige Freileitung für Strom abgebaut und ein Erdkabel verlegt. Außerdem gibt’s Leerrohre fürs Breitband und eine neue Wasserleitung. Weiter wird die bestehende Brücke abgebrochen und durch eine neue , etwas höher angesiedelte, ersetzt. „Ein Pluspunkt für Hochwasserschutz“, so Trautmann. In dem Bereich, in dem die neue Brücke etwas höher gebaut wird, wird auch das Straßenniveau etwas erhöht. Ortsvorsteher Josef Heissenberger sah alle Maßnahmen, die ab Mitte 2022 realisiert werden, als „große Aufwertung für das gesamte Quartier“. Die Räte votierten einstimmig für alle Maßnahmen.Anja Jantschik

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