B 29: Brückenbau und Erdarbeiten

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Die Baustelle von oben betrachtet: Auf diesem Areal entsteht die B-29-Anschlussstelle Essingen. Auf Höhe des Krans wird aktuell das Widerlager für die Brücke über die B 29 errichtet. Auf dem Bild über der Baustelle sind das Baugebiet "Saukopf" und Essingen zu sehen.
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Viel zu entdecken gibt's auf der Baustelle entlang der Bundesstraße 29 zwischen Essingen und Aalen. Was aktuell passiert, erklären wir in fünf Punkten.

Essingen

Da vergisst man an der Ampel fast das Grünsignal, zumindest bei Tag: Auf der Großbaustelle an der Bundesstraße 29 zwischen Essingen und Aalen gibt's vieles zu entdecken. Brückenfundamente bauen, Rohre verlegen, Erde abtragen, eine 120 Meter lange Wand errichten, damit sind 15 bis 30 Arbeiterinnen und Arbeiter auf dem Baufeld in den kommenden Wochen beschäftigt. Was wo passiert, erklärt Stefanie Paprotka, Pressesprecherin im Regierungspräsidium Stuttgart, auf Anfrage.

  1. 1. Los geht's zwischen Essingen und Forst. Dort müssen zwei neue Brücken gebaut werden. Brücke eins überquert die zukünftige B 29. Aktuell werde dafür das südliche Widerlager errichtet, erklärt Stefanie Paprotka. Brücke zwei wird über die bestehende Bahntrasse gebaut, auf Höhe der Firma Gabo Stahl. Dort müssten Vorbereitungen für die Baugrube geschaffen werden. Zur Sicherung dieser werde ein "Berliner Verbau" hergestellt. Was das ist, erklärt die Pressesprecherin: "Dazu werden Stahlträger in den Boden getrieben und die Zwischenräume nach und nach mit Holzbohlen geschlossen, sodass eine stabile, geschlossene Wand entsteht, in deren Schutz die Baugrube des Widerlagerfundamentes ausgehoben werden kann."
  2. 2. Schnee en masse gab's vor Kurzem, dazu zweistellige Minusgrade. Hat das die Bauarbeiten verzögert? "Weder Erdaushub, Erdmassenbewegungen, Kanalarbeiten und Arbeiten an den Brückenbauwerken konnten währenddessen in vollem Umfang ausgeführt werden." Den Zeitplan wirbelt das nicht durcheinander. Denn die Witterung Ende 2020 habe es zugelassen, Bodenstabilisierungsmaßnahmen auf der südlichen Trasse der B-29-neu durchzuführen und Erde zu bewegen. "Dadurch gelang es uns, einen zeitlichen Puffer zu erarbeiten, wodurch witterungsbedingte Ausfalltage im Januar/Februar aufgefangen werden konnten. Die Baumaßnahme befindet sich somit weiterhin im Plan", sagt Stefanie Paprotka weiter.
  3. 3. Auch auf Höhe der Firma Lobo wird gebuddelt. Das Areal zwischen der bestehenden B 29 und den Bahngleisen werde demnächst mit 35 000 Kubikmetern Erde aufgefüllt. "Diese anstehende Schüttung stellt später die Ab- und Zufahrtsrampen zur B-29-neu, Fahrtrichtung Stuttgart, dar", erklärt die Sprecherin weiter. Dafür werde Erde verwendet, die bei den Bauarbeiten auf der B 29 an anderer Stelle abgetragen wurde. Auf Höhe der Firma Lobo stehe auch eine Dammschüttung an. Zudem werde entlang der bestehenden Bahntrasse eine 120 Meter lange Wand aus Stahlgitterkörben gebaut, die maximal fünf Meter hoch sei, sagt Stefanie Paprotka. Dies sei etwa für Ende April/Anfang Mai geplant.
  4. 4. Ein paar Kurven mehr müssen Autofahrerinnen und -fahrer auf der B 29 seit dem Start der Bauarbeiten fahren. Weitere Änderungen der Verkehrsführung seien bis Ende 2021 nicht geplant.
  5. 5.Ohne Muskelkraft geht's auf der Baustelle nicht voran. Wie viele Arbeiterinnen und Arbeiter sind dort beschäftigt? "Insgesamt sind drei Baufirmen ständig im Baufeld. Jede hat je zwei Kolonnen im Einsatz, pro Kolonne etwa fünf Mitarbeiter", bilanziert die Sprecherin. Dazu kommen verschiedene Subunternehmer, wie eine Eisenbinderkolonne oder Lastwagenfahrer für den Erdmassentransport. "Je nach Arbeitsablauf befinden sich somit zwischen 15 und 30 Arbeiter im Baufeld."

Was ist ein Widerlager? Als Widerlager wird im Brückenbau ein Bauteil bezeichnet, das den Übergang zwischen der Brückenkonstruktion und dem Erddamm herstellt.

An dieser Stelle – auf Höhe der Firma Gabo Stahl – wird ebenfalls eine Brücke gebaut, sie führt über die Bahngleise.
Hier entsteht das Widerlager für die Brücke über die Bundesstraße B 29.

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