30 Krippen warten auf die Waldbesucher

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Musikalischer Gruß: Pfarrer Jochen Baumann begrüßte die Gäste mit Posaunenchor am Sonntag am Gschwender Badsee.

Pfarrer Jochen Baumann eröffnet am Gschwender Badsee Krippenweg.

Gschwend. Immer mehr Fahrzeuge parkten am Sonntag auf den Platz beim Badsee. An der Nullgrad-Grenze Ende November war klar, dass es sich nicht um Badegäste handelte. Sie hatten ein anderes Ziel. "Bei diesem Wetter lockt ein Spaziergang", begründeten Karin und Matthias Haas aus Holzhausen ihr Kommen. "Und natürlich sind wir auch gespannt, was alles im Wald zu entdecken ist." Ja, mit neugierigen Blicken waren viele Besucher im Forst beim "Mühläckerle" unterwegs. Warum? Weil Pfarrer Jochen Baumann mit einem kleinen Gottesdienst auf dem Parkplatz neugierig gemacht hatte. Denn es wurde erstmals der "Gschwender Krippenweg" eröffnet. Basierend auf eine Privatinitiative, umgesetzt von Gschwender Einwohnern und den Mitarbeitern des Forststützpunkts Hohenohl, unter der Regie von Leiter Gottlieb Zimmermann.

Mit einer guten Nachricht startete Pfarrer Jochen Baumann den Gottesdienst: "Weihnachten wird nicht abgesagt. Es findet statt." Da könne auch die Pandemie nicht daran rütteln. Nach einer Geschichte, in der es um eine vergessene Jesusfigur in einer Krippe ging, griff der evangelische Geistliche selbst zur Posaune – und verstärkte den Posaunenchor. Mit "Macht hoch die Tür" oder "Ich steh an deiner Krippe" wurde musikalische auf die Advents- und Weihnachtszeit eingestimmt.

Nach einem gemeinsamen Vater Unser und dem Segen ging's in Richtung "Mühläckerle", in den Wald. Hier wurden die Spaziergänger von insgesamt 30 Krippen begrüßt, die unterschiedlicher kaum hätten sein können. Mal groß, mal in einen ausgehöhlten Baumstamm passend. Mal aus Filz und Faden, mal aus Holz und Ton oder Watte, zeigte sich große Kreativität und Materialvielfalt.

Kreativität hat keine Grenzen

Weihnachten wird nicht abgesagt.

Jochen Baumann, Pfarrer

Unter den Gästen auch der evangelische Pfarrer Stephan Schiek aus Ruppersthofen, der sich mit seiner Familie "ganz privat" mit auf den Spaziergang aufmachte. "Tolle Idee. Das gefällt mir sehr", stellte er fest. Mitten drin auch Gschwends Bürgermeister Christoph Hald. "Ich finde es wunderschön, dass es umgesetzt wurde. Klasse. Ich freue mich sehr", strahlte er. Und kündigte an, dass auch er sich auf den Weg mache, um die Kreativität der Gschwender zu genießen.

Die Krippen sind allesamt privat erstellt worden. Um den Aufbau kümmerten sich Ehrenamtliche und die Mitarbeiter vom Hohenohl. Bis Dreikönig kann der Krippenweg entlang der christlichen Symbolik begangen werden. "Je nach Witterung und Besucherzahl", wie Gottlieb Zimmermann ankündigte.

Insgesamt 30 Exponate entlang des Weges locken zum Entdecken und Betrachten.

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