Alt werden in ambulant betreuter Wohngemeinschaft

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Photo of elderly woman with her caregiver
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DRK informiert über neue Wohnform für Seniorinnen und Senioren in Lindach ab Anfang 2023.

Gmünd-Lindach. Derzeit entsteht in Lindach eine ambulant betreute Wohngemeinschaft für zwölf Senioren, Träger ist der Kreisverband Schwäbisch Gmünd des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Tatjana Jukic, Abteilungsleitung Altenhilfe des DRK Gmünd, und die stellvertretende Kreisgeschäftsführerin Melanie Dorn informierten nun den Lindacher Ortschaftsrat über diese neue Wohnform.

Die Menschen werden immer älter, führte Dorn in das Thema ein, und die Betreuung älterer Menschen fordere die Angehörigen oft stark. Neben verschiedenen Pflegeangeboten soll jetzt die ambulant betreute Wohngemeinschaft in Lindach älteren Menschen ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen. Die Räumlichkeiten seien großzügig geschnitten. Auf 560 Quadratmetern finden sich für die Seniorinnen und Senioren eine Gemeinschaftsküche und Gemeinschaftsräume sowie zwölf Wohneinheiten mit festgeschriebenen 46 Quadratmetern Wohnfläche pro Bewohner. Eine Alltagsbegleitung stehe rund um die Uhr zur Verfügung. Die Mietenden dürfen in der Regel bis an ihr Lebensende in der Wohngemeinschaft bleiben.

Diese Betreuungsangebote für ältere Menschen seien groß im Kommen, sagte Dorn. Lindachs Ortsvorsteher Klaus-Peter Funk meinte zufrieden: „Lindach hat eine Vorreiterposition für alternative Wohnformen.“ Für die Bevölkerung soll es im August eine Informationsveranstaltung geben, die Wohngruppe soll zum Jahresbeginn 2023 eröffnen.

Das Modellprojekt des Landesseniorenrates, „Stark durch Gegenseitigkeit - Selbsthilfe im Vor- und Umfeld von Pflege“, das seit Januar 2020 in Lindach und Herlikofen durchgeführt wurde, endete am 30. Juni. Mit dem Projekt endet auch die Arbeit des Projektmitarbeiters Dieter Baun, der gemeinsam mit Renate Wahl vom Generationentreff Spitalmühle über die Ergebnisse des Projekts berichtete. Mittels Fragebögen seien in Lindach die Bedürfnisse der älteren Bürgerinnen und Bürger abgefragt worden. Herauskristallisiert habe sich dabei der Wunsch nach einer Boulebahn, die bereits am Spielplatz beim Sportplatz errichtet wurde. Eine Netzwerkkarte mit allen wichtigen Kontakten konnte ebenso erstellt und verteilt werden wie ein Flyer mit den Angeboten des Generationenbüros.

Wertvolles Bindeglied

Baun hätte gerne noch mehr in Lindach bewegt, allerdings habe die Pandemie dies verhindert. Funk dankte Baun für sein Engagement, er habe als Bindeglied zwischen Lindach und dem Gmünder Generationenbüro wertvolle Dienste geleistet.

Mit der 78-jährigen Irene Schorr berichtete das Gesicht des Lindacher Generationenbüros über die Tätigkeiten in den vergangenen elf Jahren seit der Gründung. Die Resonanz auf die donnerstägliche Sprechstunde im Bezirksamt sei eher „spärlich“ die meisten Lindacher Senioren würden sie allerdings privat kontaktieren, sagte Schorr. Der monatliche Spiel- und Unterhaltungsnachmittag sei der ungebrochene Renner bei den Lindacher Senioren. Jährlich findet ein seniorengerechter Tagesausflug statt, die Pandemie habe dies aber eingeschränkt.

Das große Lob des Ortsvorstehers richtete sich an Irene Schorr und ihr Team. Diese dankte dafür und rief die Lindacher auf, sich ebenfalls ehrenamtlich im Generationenbüro zu engagieren. ⋌Andrea Rohrbach

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