Anstrengender, komplizierter und teurer

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Bernd Müller
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Bernd Müller über das Ende des Sommers in den Schmiedgassen.

Mit den Schmiedgassen ist es wie im richtigen Leben: Jeder Sommer hat irgendwann ein Ende. Es hatte nicht so viel gebraucht: Ein paar Ideen, neue Schilder, etwas Farbe, einige Lkw voller Pflanzkübel, Holzterrassen, schnell gebaut, Tische und Stühle drauf - und bei schönen Wetter füllte sich der neu geschaffene Raum mit Menschen. Jetzt sind da leere, verlassene Strandkörbe, ein auf den Boden gemaltes Strandtuch, auf dem Herbstlaub liegt. Nach dem Sommer der Leichtigkeit kommt der härtere Teil: Es wird anstrengender, es wird komplizierter, es wird teurer.

Anstrengender – weil die Stadtverwaltung es schaffen muss, Anwohner und Geschäftsleute ins Boot zu holen, die verstärkt mit am Karren ziehen sollen.

Komplizierter – weil nun, nach den ersten Kosmetik-Anwendungen, auch Operationen notwendig werden, vor allem der große Eingriff ins komplexe System des Busverkehrs in der Innenstadt.

Teurer – weil neue Routen und Haltepunkte für Busse nicht ohne Investitionen zu haben sind. Weit mehr Geld als die 50 000 Euro, die in diesem Jahr als Anschubfinanzierung für die Schmiedgassen ausgegeben wurden.

Es ist gut, dass es in den nächsten Wochen Gespräche mit Anwohnern und Busunternehmen gibt. Und es ist wie mit den rot-grün-gelben Gesprächen in Berlin: Keine Lösung finden ist keine Option. Weil ohne ein konzertiertes Schmiedgassen-Marketing und eine Lösung fürs Bus-Problem nichts Bedeutendes zu schaffen ist - nur Kosmetik. Bernd Müller

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