Im Blick Die Energiesparmaßnahmen der Stadt

Auch Symbole können sich summieren

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Wolfgang Fischer

Die Stadt bemüht sich, Energie zu sparen, kein Zweifel. 15 bis 20 Prozent weniger Verbrauch erwarten die Verantwortlichen aus den bisher beschlossenen Maßnahmen. Spüren werden es die Mitarbeiter und viele Bürger: Schüler ebenso wie Schwimmer oder Bibliotheksbesucher. Dass Kindergärten zumindest vorläufig vom Energiesparen ausgenommen sind, ist richtig.

Nicht richtig ist, dass Oberbürgermeister Richard Arnold bei Sparmaßnahmen an der Beleuchtung Schritte ablehnt, die nur kleine Einsparungen bringen, aber gut sichtbare Symbole wären. Zweifellos muss die Sicherheit gewährleistet werden. Aber wenn sich Bürger angesichts angeleuchteter öffentlicher Gebäude fragen, weshalb sie zu Hause eigentlich im kühlen Halbdunkel sitzen sollen - und dann für sich die Konsequenz ziehen, es nicht zu tun - , dann fällt das Symbol durchaus ins Gewicht.

Nein, es kommt auf die vielen kleinen Beiträge an, die jeder Bürger in dieser Situation zum Energiesparen beiträgt. Denn diese vielen kleinen Beiträge „läppern sich“, wie es Stadtwerke-Chef Peter Ernst formulierte. Er meinte damit den Stromverbrauch der Stand-by-Geräte. Das gilt aber auch für andere Stromverbraucher in einer immer elektronischeren Welt. Und wenn die Stadt bisher 15 bis 20 Prozent Energieeinsparung meldet, ist das noch nicht irre viel. Das bringt schon der hydraulische Abgleich, der jedem Gasheizungsbesitzer seit Monaten als Grundmaßnahme ans Herz gelegt wird. Aber vielleicht wird es ja mehr - schlicht aus der Notwendigkeit heraus.                               Wolfgang Fischer

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