Auf der Straße mehr Raum für Radfahrer schaffen

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Die Linksabbiegespur auf der Eutighofer Straße in Richtung Schirenhof in der Gmünder Weststadt ist seit Donnerstagabend gesperrt. Dort läuft ein Versuch, auf Linksabbiegespuren zu verzichten. Foto: Tom
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Stadt testet mit einwöchiger Pop-up-Aktion in der Weststadt den Verzicht auf Linksabbiegespuren.

Schwäbisch Gmünd. Für den einen oder anderen Autofahrer in der Gmünder Weststadt war es am Donnerstagabend mindestens irritierend: Die Linksabbiegespuren in Richtung Schirenhof und in Richtung Norma-Parkplatz waren auf einmal gesperrt. Was dahinter steckt: Im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche vom 16. bis zum 22. September gibt es in der Gmünder Weststadt eine „einwöchige Pop-up-Aktion“ zu Gunsten eines Radschutzstreifens. Der Impuls dazu kam vom Agenda-Arbeitskreis Mobilität, sagt dessen Sprecher Andrzej Sielicki. Die Umsetzung liege bei der Stadtverwaltung. Und da genauer bei Mobilitätsmanagerin Anja Tamm und der Leiterin des Amtes für nachhaltige Entwicklung, Klimaschutz und Bürgerbeteiligung, Franka Zanek. Bei dieser Pop-up-Aktion in der Weststadt, einer überraschend auftauchenden Aktion also, werde untersucht, „inwieweit Straßenraum Radfahrern zur Verfügung gestellt werden kann“, erläutert Zanek. Mit im Boot bei dieser Aktion sei neben dem Agenda Arbeitskreis Mobilität die Gmünder Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs ADFC. Die Frage, die dabei nach einer Woche beantwortet werden soll: ob Linksabbiegen auch ohne eigene Spur geht, ob der Verkehr trotzdem fließt. Den Ort in der Gmünder Weststadt hat das Amt ausgewählt, weil es dort zwei Linksabbiegespuren gibt. Gleichzeitig gibt es dort auf den Gehwegen Radwege. Deshalb geht es an dieser Stelle in der Gmünder Weststadt mehr um die grundsätzliche Frage, ob Linksabbiegen auch ohne Linksabbiegespuren geht. Am Ende der Woche werde Bilanz gezogen. Michael Länge

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