Guten Morgen

Aufregen bringt nichts

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Anke Schwörer-Haag über die Tücken der künstlichen Intelligenz

Wer hat sie nicht schon mal verflucht, die Autokorrektur seines Smartphones. Wer hätte nicht am liebsten die eilig reingeklopfte Kurznachricht wieder zurückgeholt, weil der Finger auf "senden" zu schnell und das Ergebnis megapeinlich war? Weil dieser verflixte Apparat meint, dass ich mit einer "Gruppe" im Bett liege, statt mit der "Grippe"; weil er aus der "Tatsache" ungefragt eine "Tatwaffe" gemacht hat und mir dann noch verkündet, sich solle "Hure" bewahren?

Aufregen? Bringt nichts, weiß ich inzwischen. Lachen und hoffen, dass der Empfänger der Nachricht das Chaos trotzdem richtig übersetzt. Dass es mir nicht so geht, wie Anfang des Monats einer bedauernswerten Regensburgerin. Die hatte die Polizei verständigt, weil sie von ihrer Mutter die Nachricht bekommen hatte: "Die Betrüger sind da". Ans Telefon konnte sie die alte Dame nicht bekommen. Die Streife hat den Übeltäter dann aber "erwischt": künstliche Intelligenz, die von "Betttüchern" offensichtlich noch wie etwas gehört hat.

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