Bargau sucht Standort für Kinderbetreuung

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Sanierung der Scheuelbergschule und Waldkindergarten im Doppeletat.

Schwäbisch Gmünd-Bargau.

Bargau bleibt im Fokus und spielt eine wichtige Rolle für die Gesamtstadt. Dies betonte Oberbürgermeister Richard Arnold am Donnerstag mehrfach in der Ortschaftsratssitzung in der Aula der Scheuelbergschule. Dabei im Blick hatte er die gewerbliche und technologische Entwicklung in Bezug auf die Wasserstoff-Modellregion Ostwürttemberg, aber auch auf das nun zu strickende „Transformationsnetz“ mit der IHK Ostwürttemberg. Und eben hier spielt das Gewerbegebiet „Aspen“ in Bargau eine wichtige Rolle. „Wir haben Bargau viel zu verdanken“, stellte er fest. Mittlerweile habe man dort nach Freigabe der Ortsumfahrung 2,5 Millionen Euro investiert, rechnete er vor. Denn: „Bargau ist ein wichtiger Posten für die Gesamtstadt.“ Der OB machte Werbung für eine neue Kinderbetreuungsform, einen Waldkindergarten. Und empfahl, einen solchen Waldkindergarten gemeinsam mit Weiler zu überdenken. „Wir brauchen neue Formen, man muss anders denken, das Bewusstsein ändert sich“, appellierte er.

Aufs Stichwort ergriff Gmünds Stadtkämmerer René Bantel das Wort und verwies darauf, dass man „rekordverdächtig“ schnell auf die Anregung des OBs eingehe. Grund: „Ein Waldkindergarten ist die Ziffer eins im Doppelhaushalt 2022/2023.“ Denn dessen Realisierung findet sich im Doppeletat mit 250 000 Euro. Und noch ein weiterer großer Brocken ist für Bargau vorgemerkt: Die Generalsanierung der Scheuelbergschule. 940 000 Euro sollen dafür bereitgestellt werden. Weitere 860 000 Euro dann im Haushalt für 2024. „Alles unter Vorbehalt der Genehmigung des Haushalts“, schob Bantel nach.

Dann übernahm der erste Bürgermeister Christian Baron die Regie und dankte zuerst den Bargauern dafür, dass sie „den Ernst der Lage erkannt haben“ und sich daher bei den Etatanmeldungen zurückgehalten haben. „Wir wissen schlichtweg nicht, wie sich Corona bezüglich der Wirtschaft entwickeln wird“, hatte er den Blick auf aktuell die dynamische Entwicklung der akuten Fälle. Um so besser sei es daher, dass ein Doppelhaushalt aufgestellt wird. „Das erhöht die Schlagkraft, dafür bin ich dem Gemeinderat dankbar.“ Baron erläuterte weitere Investitionsposten bezüglich Bargau. Erläuterte auch, dass ein Gesamtkonzept für Gemeinde- und Sporthallen sowie Sportanlagen aufgestellt wird. Als es um die Neuanlage der Sitzstufenanlage an der Südseite des Scheuelbergstadions ging, warnte die stellvertretende Ortsvorsteherin Barbara Duschek davor, die Investition ins Jahr 2025 zu verschieben. Grund: Am 10. Juli 2022 wird in Bargau das Kinderturnfest ausgetragen. „Und die Sitzstufen sind so desolat“, beschrieb Duschek. „Wir ersetzten die politische Debatte nicht durch eine Matrix“, erklärte Baron, dass „sinnhafte Investitionen“ vorgezogen werden können. Oberbürgermeister Arnold nickte ebenfalls und bemerkte: „Das wird kein Hexenwerk sein.“

Barbara Duschek hakte auch beim Waldkindergarten nach. Baron beschrieb die nötige Schutzhütte mit hoher „Aufenthaltsqualität“. Damit habe die Stadt bereits gute Erfahrungen gemacht. Etwa im Taubental. Marianne Barthle erkundigte sich nach der Zeitschiene zur Realisierung und verwies auf die Brisanz durch fehlende Betreuungsplätze. „Da muss man Gmünd nicht zum Jagen tragen, am Geld wird es nicht scheitern“, antwortete Richard Arnold. Er forderte die Ortschaftsräte auf: „Nehmt das als Impuls und findet einen Standort.“ Eine Umsetzung 2023 würde er "genial" finden. In der Sitzung stellte sich Kevin Döz als neuer Sozialraumkoordinator für Bargau, Weiler und Degenfeld vor. 27 Kinder seien zur Eröffnung des Jugendraums in Bargau gekommen, beschrieb er. Anja Jantschik

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