Großer Ärger und große Schulbaustelle in Bargau

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Die Generalsanierung der Scheuelbergschule geht weiter.
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Die bevorstehende Schließung der Kreissparkassen-Filiale löst in Bargau großen Unmut aus.

Schwäbisch Gmünd-Bargau. Bargaus Ortschaftsräte sind verärgert über die Schließung der Zweigstelle der Kreissparkasse (KSK) Ostalb in ihrem Ort. Zwar war diese bereits 2018 vom Verwaltungsrat der KSK beschlossen worden, wird allerdings erst zum 1. Juli umgesetzt – und war somit nicht mehr in den Köpfen der Ortschaftsräte.

KSK-Vorstandsmitglied Dr. Christof Morawitz erklärte dem Bargauer Gremium nun nochmals die Beweggründe für die Schließung: Im Vorfeld habe die KSK zwei Jahre lang alle 65 Geschäftsstellen untersucht und ein Kriterienraster erstellt. Morawitz machte zudem deutlich, dass auf der einen Seite immer mehr Kunden den Online-Service nutzen – und auf der anderen Seite seien Beratungen komplexer geworden. Bargauer Kunden könnten nun wählen, ob sie diese nach dem 1. Juli in Bettringen oder in Heubach in Anspruch nehmen möchten. Ein Infoschreiben an die Kunden werde noch versendet.

Geldautomat bleibt erhalten

In Bargau bleibt derweil ein Geldautomat der Kreissparkasse erhalten. Es sei allerdings noch offen, ob dieser in Zusammenarbeit mit der Volksbank am gleichen Ort angeboten wird, so Morawitz. Bezüglich des Gebäudes, in dem sich momentan noch die Zweigstelle befindet, erklärte der Bankvorstand, dass dessen Zukunft ebenfalls noch offen sei.

Die Ortschaftsräte und ein aufgebrachter Bürger, der einstige Ortsvorsteher Kuno Stütz, machten deutlich, dass aus ihrer Sicht durch die Filialschließung ein weiterer, wichtiger Infrastrukturpunkt im Ort wegbreche. Stütz: „Denken sie an die älteren Bürger,“ appellierte er. Hier informierte Morawitz, dass KSK-Mitarbeiter auch Hausbesuche für Beratungsgespräche machen würden. „Das Angebot gibt‘s schon immer, wird aber nur sehr wenig genutzt.“

Arno Lingnau und die stellvertretende Ortsvorsteherin Barbara Duschek, die die Sitzung leitete, appellierte an die Kreissparkasse, bezüglich des Gebäudes im Gespräch zu bleiben. Was Morawitz zusagte.

Sanierung schreitet voran

Insgesamt 1,8 Millionen Euro werden in die Generalsanierung der Scheuelbergschule durch die Stadt Schwäbisch Gmünd investiert. Hermann Ocker vom Amt für Gebäudewirtschaft teilte in der Ortschaftsratssitzung mit, dass sowohl die Arbeiten für den vorbeugenden Brandschutz als auch die Sanierungsarbeiten ander Südseite „weitestgehend abgeschlossen sind“. Nun soll, analog zur Südseite, auch die Nordfassade saniert werden. Ebenso stünden Dach und Wärmedämmung im Fokus. Der genaue Zeitpunkt stehe noch nicht fest. Die Stadt warte derzeit auf weitere Fördergelder, die für den Sommer angekündigt seien. Sobald der Baustart feststehe, werde die Stadt Rektor Bruno Kottmann und das Lehrerkollegium darüber in Kenntnis setzen. Außerdem kündigte Ocker an, dass auf dem Dach der Schule Vorkehrungen für eine Photovoltaikanlage getroffen werden. Diese werden von den Stadtwerken installiert. In den nächsten Wochen werde zudem auch eine PV-Anlage auf dem Dach der Feinhalle installiert. 

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