Baufreigabe jetzt für alle Häuser am Eutighofer Tor

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Die Stadtverwaltung hat die Baufreigabe für die letzten zwei von insgesamt sieben Gebäuden auf dem ehemaligen „Brücke“-Areal übergeben – zur Freude von Geschäftsführer Bernhard Meyer (l.) und Architekt Thomas Sonnentag. Foto: HOJ
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Investor  B&B Building und Business GmbH will jetzt die Schlagzahl auf der Baustelle erhöhen und schon bald eine Musterwohnung zeigen.

Schwäbisch Gmünd. Noch nicht Richtfest, dennoch ein Abschluss: 88 Wohnungen entstehen am Eutighofer Tor, dem ehemaligen Gelände des Gemeindezentrums „Brücke“. Jetzt hat die Stadtverwaltung die Baufreigabe für die letzten zwei von insgesamt sieben Gebäuden übergeben. Es handelt sich um die Hangbebauung, die oben an der Straße „Am Studentenwäldle“ endet. Ein Abschluss auch für Architekt Thomas Sonnentag, der seit fünf Jahren mit dem Vorhaben beschäftigt ist. Er verabschiedet sich mit dem Abschluss der Gesamtplanung. Die weitere Bauleitung übernimmt der Investor, die Stuttgarter B&B Building und Business GmbH. Deren Geschäftsführer Bernhard Meyer will schon im Frühjahr eine erste Musterwohnung zeigen, im Gebäude A, das dort steht, wo einst der Kindergarten „Brücke“ war. 

Das wird gebaut

Zwischen Eutighofer Straße, Eugen-Bolz-Straße und der Straße „Am Studentenwäldle“ entstehen auf dem rund 5000 großen Grundstück  sieben Gebäude mit den Wohnungen. Insgesamt geht es um eine Nutzfläche von 8000 Quadratmeter. Davon sind rund 1000 Quadratmeter für eine gewerbliche Nutzung vorgesehen. Im Gespräch ist man mit einer Bäckerei, mit Ärzten und Apothekern. Die Tiefgarage verfügt über 108 Stellplätze – mit der heute nötigen Anzahl von Wall-Boxen für Elektroautos. Alle sieben Häuser teilen sich ein Nahwärmenetz, das aus einem Blockheizkraftwerk gespeist wird. So verfüge man nicht nur über Wärme, sondern sei auch beim Strom weitgehend autark.  Gas als Energieträger könne auch durch Energie aus Wasserstoff-Quellen ersetzt werden.

Im Frühjahr 2023 soll eine erste Musterwohnung fertig sein, „dann gehen wir auch in die Vermietung aller Wohneinheiten“, sagt Marco Deeg, der im Unternehmen dafür zuständig ist.Der aktuelle Stand:  Bernhard Meyer will jetzt „die Schlagzahl auf der Baustelle erhöhen“. So sollen die weiteren Gebäude rasch hochgezogen werden. Der Start an der Eutighofer Straße war schwieriger als gedacht. „Der Baugrund war nicht tragfähig genug“, sagt er. Man habe Bohrpfähle bis in sechs Meter Tiefe einbringen müssen, um auf Fels zu stoßen. Außerdem mussten zuvor schon rund 40 000 Kubikmeter Erde bewegt werden. Inzwischen sind die ersten Hochbauten, ausgeführt von der Heubacher Firma Alfred Kolb, zu sehen. Schon in den kommenden Wochen werden weitere Kräne aufgebaut, um die dahinter  und am Hang vorgesehenen Gebäude zu errichten. Parallel werde im A-Bau  auch schon mit dem Innenausbau begonnen. „Einem hochwertigen Ausbau“, fügt Bernhard Meyer an, mit Küche und einem Energiestandard KfW 55, um auch die Heizkosten niedrig zu halten. 

„Ich bin froh, nach fünf Jahren mein Werk zum Abschluss gebracht zu haben“, sagt Architekt Thomas Sonnentag bei der Übergabe der abschließenden Planungsunterlagen. Anfänglich seien einige Hürden zu nehmen gewesen, auch die Planungen mussten in der Zeit neuen Überlegungen angepasst werden.   Die B&B Building und Business GmbH hat das Projekt übernommen, nachdem ein erster Investor nicht mehr zur Verfügung gestanden hat. Ein Lob richten Thomas Sonnentag und Bernhard Meyer an die Stadtverwaltung, die in der gesamten Zeit „ein toller Partner war“.

Das war die „Brücke“

Der Vorgängerbauan der Eutighofer Straße wurde am 4. Mai 1969 feierlich in Betrieb genommen. Die Evangelische Kirchengemeinde eröffnete dort einen zweizügigen  Kindergarten, es gab Räume für die Gemeinde, für die Jugend. Bis zum Verkauf an einen Bauträger fanden im Saal auch die Gottesdienste statt. Eigentlich sollte an der Stelle auch die „Christuskirche“ gebaut werden. 1972 wurde das Vorhaben aber aufgegeben. Die grüne Wiese wurde Teil der Außenanlage für den Kindergarten. Einzig erhaltenes Teil ist heute  das Kunstwerk von Eckhart Dietz. Es symbolisiert sowohl das Eutighofer Tor als auch die (nicht realisierten) Formen von Taufstein und Altar der gewünschten Kirche. Das Kunstwerk soll nach Fertigstellung der Neubauten an den Ursprungsort zurückkehren.

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