Baustart fürs Dorfgemeinschaftshaus im Frühjahr

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Erschließungsleitungen für TSB-Sportpark werden großteils von Stadt und Stadtwerken bezahlt.

Gmünd-Rehnenhof. „Sehr optimistisch“ zeigt sich Ortsvorsteher Johannes Weiß darüber, dass im Frühjahr mit dem Bau des Dorfgemeinschaftshauses gestartet wird. Im Moment werden die Ausschreibungen vorbereitet, informierte er in der Ortschaftsratssitzung auf dem Rehnenhof am Freitagabend.

Zudem präsentierte Weiß die Spendenplattform „Gut für die Ostalb“ der Kreissparkasse, bei der das Dorfgemeinschaftshaus vertreten ist. Und es sei bereits eine erste Spende über 1200 Euro eingegangen, nämlich von der Kreissparkasse selbst. Mittlerweile sei ein Flyer von Walter G. Wentenschuh kreiert worden, der ab dem 15. Dezember an alle Haushalte im Rehnenhof und in Wetzgau gehen wird. An diesem Tag wird der Plattformname von „Gut für die Ostalb“ in „Wir Wunder“ umgeändert. Darauf findet sich auch eine Kurzbeschreibung zum Projekt.

Bürgerschaft ins Boot

Weiß machte deutlich, dass es ihm wichtig sei, die Bürgerschaft von vorneherein ins Boot zu nehmen, stets aktuell zu informieren. Mit der Hoffnung verknüpft, dass möglichst viele Spenden eingehen. Denn 80 000 Euro muss man für den Innenausbau stemmen. Aus dem städtischen Haushalt fließen für den Bau 370 000 Euro.

Zur Heranführung von Erschließungsleitungen für Strom, Kanal, Wasser und Glasfaser für den künftigen Sportpark Laichle des TSB sollen im März 2022 die Bauarbeiten starten. Zu dieser Bekanntgabe erklärte Weiß, dass die Gmünder Stadtwerke den Löwenanteil mit 195 000 Euro tragen, gefolgt von der Stadt mit 78 500 Euro und dem TSB mit 57 600 Euro. Die gesamte Maßnahme kostet 331 100 Euro.

Weiß informierte, dass er vergeblich darum ersucht habe, dass ein Vertreter der Stadt in der Sitzung die Maßnahmen detailliert erläutert. „Ich bin nicht der Fachmann für Leitungen“, stellte er fest. Und machte auch klar, dass es sich lediglich um eine „Bekanntgabe“ handle. Dies stieß allerdings Stefan Preiß, Ortschaftsrat und Vorsitzender des TV Wetzgau, sauer auf. Er forderte eine Beschlussfassung und beschrieb, dass es ihn bei der Durchsicht der Vorlage zu diesem Thema „rückwärts auf den Stuhl gesetzt hat“. Denn: „Da sind viele No-Go‘s drin.“ Er hatte dabei den einstigen Umbau des Vereinssportzentrums des TV Wetzgau im Blick. Hier sei es auch um eine neue Trafostation gegangen, um Gasanschluss, um Kanal und Wasser sowie Strom. Aber dies alles habe der TV Wetzgau selbst zahlen müssen.

Wettbewerb verzerrt?

„Ich habe noch nie gehört, dass das Stadt und Stadtwerke zahlen“, wunderte sich Preiß. Und bezeichnete die Vorgehensweise der Stadt für den TSB als „Sponsoring in sechsstelliger Höhe“. Preiß sprach von „Wettbewerbsverzerrung“ und machte klar: „Das ist keine Gleichbehandlung.“ Er forderte von der Stadt eine Begründung, warum diese Gelder für den TSB fließen. „Das muss jeder selbst zahlen, deshalb möchte ich eine Erklärung.“

Ortsvorsteher Weiß sagte zu: „Wir werden nachfragen.“ Er stellte aber auch fest, dass sowohl der Sportplatz als auch der Parkplatz im Laichle der Stadt gehören. Aus den Zuhörerreihen meldete sich ein TSB-Vertreter zu Wort und erklärte, dass das vorhandene Gebäude im Laichle nie richtig angeschlossen worden sei.

Ein Anwohner aus dem Baugebiet „Schilling“ im Laichle, sagte. er habe zum Entwurf des Bebauungsplans für den Sportpark Laichle eine Stellungnahme abgegeben. Zu dieser werde er Antworten von der Stadt erhalten, informierte Weiß. Und machte ihn darauf aufmerksam, dass das Baugebiet „Schilling“ auf Gemarkung Großdeinbach sei - und in den Ortschaftsrat Großdeinbach gehöre. Anja Jantschik

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