Bei Bedarf werden die Test-Zeiten verlängert

  • Weitere
    schließen
+
Wenn die Corona-Lage es erlaubt, Gaststätten abends über 21 Uhr hinaus öffnen zu lassen, könnten auch die Schnelltest-Möglichkeiten des DRK ausgedehnt werden. 
  • schließen

Auch Bürger umliegender Städte lassen sich an Gmünder Stationen untersuchen.

Schwäbisch Gmünd. Wenn die Corona-Lage es erlaubt, Gaststätten abends über 21 Uhr hinaus öffnen zu lassen, könnten auch die nun bis 19 Uhr geöffneten Schnelltest-Möglichkeiten des Roten Kreuzes ausgedehnt werden. Da sind sich DRK-Kreisgeschäftsführer Steffen Alt und Rathaussprecher Markus Herrmann einig. Bislang aber reiche die Testzeit bis 19 Uhr aus.

Gute Zwischenbilanz nach dem ersten Wochenende mit geöffnetem Handel und Gastronomie: Bei den vielen Schnelltests des DRK wurden nur sehr wenige Menschen mit Corona-Infektion entdeckt. In rund 1500 Nasen suchten die DRK-Mitarbeiter allein am Wochenende auf dem Marktplatz nach Corona-Viren. Fündig wurden sie nur bei 0,15 Prozent der Tests, freut sich Steffen Alt. Dennoch war bei denjenigen, die am Seitenausgang des DRK-Zelts auf ihr Testergebnis warteten, Anspannung spürbar – zumal immer wieder Getestete zu einem erneuten Test ins Zelt gebeten wurden. Am Wochenende, erklärt Alt, hätten etwas mehr Tests als sonst unklare Ergebnisse ergeben und mussten deshalb wiederholt werden. Das könnte an der Produktionscharge gelegen haben, trotzdem sei es nur ein sehr geringer Anteil der Tests gewesen.

Am Sonntagnachmittag arbeitete der Kreisgeschäftsführer in der Teststation mit. Sein Eindruck: Die Stimmung der Leute sei sehr gelöst gewesen, auch für Wartezeiten habe es Verständnis gegeben. Die Menschen seien aus einem Umkreis von rund 50 Kilometern gekommen, auch aus den Bereichen Heidenheim, Göppingen und Remstal. Viele hätten gelobt, dass Gmünd so umfangreiche Testmöglichkeiten auf die Beine gestellt habe.

Einige Testsuchende hätten den DRK-Helfern sogar Präsente oder Trinkgeld mitgebracht. Solche Zeichen der Anerkennung hätten insbesondere die ehrenamtlichen Helfer gefreut. Immerhin, bilanziert Steffen Alt, hätten vor allem ehrenamtliche DRKler an der Teststation im Schießtal, die das Rote Kreuz am Montag an die Firma Kaiserberg (eine Tochterfirma der Gmünder Spedition Häberle) abgab, an 29 Tagen rund 12 000 Test durchgeführt und dafür 3500 Arbeitsstunden aufgewandt.

Am Wochenende kamen Vorwürfe gegen einen gewerblichen Teststellen-Betreiber auf, er habe bei der Abrechnung betrogen. Steffen Alt unterstreicht, dass das DRK seriös arbeite: Es beziehe die Testsets vom Ostalb-Landratsamt und melde dort die Zahl der durchgeführten Tests. Auch die Zahl des Tests, die wegen unklarer Ergebnisse wiederholt werden müssen, werde seit dem Wochenende registriert. Genauere Dokumentationen seien wegen Datenschutz-Auflagen schwierig. Nur Testergebnisse, die positiv ausfallen, werden mit Namen ans Gesundheitsamt gemeldet. Wolfgang Fischer

Die Stadtverwaltung wird die Übersicht über die Testmöglichkeiten auf ihrer Homepage im Lauf der Woche verbessern. Das sei inzwischen abgeklärt, sagt Rathaussprecher Markus Herrmann. Die Testzeit bis 19 Uhr hält er für ausreichend, solange die Gastronomie nur bis 21 Uhr öffnen darf. So viel Planung, bis 19 Uhr zu wissen, ob man um 20 Uhr in eine Gaststätte wolle, könne man von den Menschen erwarten.

Zurück zur Übersicht: Schwäbisch Gmünd

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL