der Geistliche Impuls

Besser ein Messer als ein Wort

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Worte können Schlimmes bewirken. Beschimpfungen, Hasskommentare und "Fakes"- Falschmeldungen, auch Lügen genannt. Die Grenzen des Sagbaren haben sich zum Übel verschoben.

Worte können Schlimmes bewirken. Beschimpfungen, Hasskommentare und "Fakes"- Falschmeldungen, auch Lügen genannt. Die Grenzen des Sagbaren haben sich zum Übel verschoben. Wir haben Verantwortung für unsere Worte. Im Evangelischen Gesangbuch fand ich den Text mit der Überschrift "Unaufhaltsam" von Hilde Domin: "Das eigene Wort, wer holt es zurück, das lebendige eben noch unausgesprochene Wort? Wo das Wort vorbeifliegt verdorren die Gräser, werden die Blätter gelb, fällt Schnee. Ein Vogel käme dir wieder. Nicht das Wort, das eben noch ungesagte, in deinem Mund. (...) Besser ein Messer als ein Wort. Ein Messer kann stumpf sein. Ein Messer trifft oft am Herzen vorbei. Nicht das Wort. Immer am Ende das Wort."

Das achte Gebot "Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten" erklärt Martin Luther so: "Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir unsern Nächsten nicht fälschlich belügen, verraten, afterreden oder bösen Leumund machen, sondern sollen ihn entschuldigen, Gutes von ihm reden und alles zum Besten kehren." Ursula Richter, Dekanin

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