Aspen ja – mehr Verkehr nein

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Technologiepark Aspen
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Nachhaltigkeit Der Wasserstoff-Gebiets ist für die Bettringer das oberste Gebot.

Schwäbisch Gmünd-Bettringen

Der geplante Technologie-Park Aspen sei auch für Bettringen wichtig, begrüßte Ortsvorsteher Karl-Andreas Tickert am Montagabend in der Sitzung des Ortschaftsrates das Vorhaben der Stadt, auf Bargauer Gemarkung angrenzend an den Gügling einen Zukunfts-Park für nachhaltige Technologien zu schaffen.

Man sehe die Notwendigkeit der Transformation, um nicht zu viele Arbeitsplätze zu verlieren, ging er auf den derzeitigen Wandel in der Automobil- und Zuliefererindustrie ein. „Wichtig ist uns, dass tatsächlich zukunftsträchtige Sachen kommen und nicht wie beim Gügling alle möglichen Betriebe“, sieht er den Flächenverbrauch allerdings nur gerechtfertigt für nachhaltige, CO2-neutrale Technologien.

„Wie geht’s weiter mit dem Wirtschaftsstandort Gmünd?“ Mit dieser Frage führte Gerhard Hackner, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung, ins Thema ein. Seitens der Stadt müsse man reagieren auf neue Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnik und den Klimawandel. Im Gewann Aspenfeld sehe die Stadt optimale Bedingungen für einen nachhaltigen Technologiepark, gab er die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie wieder. Für eine gute Infrastruktur sorge der Solarpark in der Nähe; auch biete die Biogasanlage in Buch Möglichkeiten der Kooperation.

Da das 42 Hektar große Areal bislang landwirtschaftlich genutzt wird, muss der Flächennutzungsplan geändert werden. „In diesem Zuge soll auch die von Bettringen lang ersehnte Anbindung des Gügling an die Bargauer Ortsumfahrung erfolgen“, stellte Hackner in Aussicht. Weiteres Ziel ist ein verbessertes Angebot des ÖPNV auf dem Gügling, wo Haltestellen geschaffen werden sollen, so Hackner weiter. „Ein Ringschluss ist hier wichtig.“

Weniger positiv aufgenommen wurde die geplante Radschnelltrasse von Richtung Zimmern auf den Gügling – die Straße wäre dann nur noch für Räder und landwirtschaftlichen Verkehr offen. Ortschaftsrat Gerhard Bucher (SPD) wies darauf hin, dass die Straße derzeit von rund 2400 Autos genutzt werde, die dann zum Großteil Bettringen belasten würden, wenn sie auf die Buchauffahrt ausweichen müssten. Bucher prognostizierte einen Kollaps. Hannes Barth (CDU) wies auf die Bezuschussung solcher Trassen von 90 Prozent hin und sprach die Hoffnung aus, dass Menschen, die in nachhaltigen Wirtschaftsfeldern arbeiten, auch anders mobil sind.

Fabian Wolf (CDU) hingegen sprach ganz klar aus, dass man in Bettringen bislang viel Verantwortung für die ganze Stadt übernommen und viele Flächen versiegelt habe, wofür man Verkehr erntete. Würde die Zimmerner Straße für den Verkehr dichtgemacht, fließe der dann halt auch wieder durch den eigenen Ortsteil. Sollte dies wirklich so kommen, hätte dies Konsequenzen, kündigte er an, dass man künftig nicht mehr alles mitmache; mit Klopfen bekräftigte das Gremium seine Stellungnahme.

Alexander Groll von der Wirtschaftsförderung skizzierte das Ziel für Aspen: Teil einer ausgezeichneten Modellregion für grünen Wasserstoff zu werden. Er verwies auf den vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) ausgerufenen Wettbewerb HyLand – Wasserstoffregionen in Deutschland, bei dem der Ostalbkreis als HyExperts eingestuft wurde. Ziel sei es, die innovativsten und erfolgversprechendsten regionalen Konzepte zu identifizieren und zu fördern.

Nach einstündiger Beratung sprach sich das Gremium einstimmig dafür aus, das für die Änderung des Flächennutzungsplanes erforderliche Verfahren für Aspen einzuleiten und einen Bebauungsplan aufzustellen, auch für die Anbindung des Güglings an die Ortsumfahrung Bargau.

Wie geht's weiter mit dem Wirtschaftsstandort?“

Gerhard Hackner,, Amt für Stadtentwicklung

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