Bettringer erhalten Impulse für den eigenen Garten

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Im Garten von Familie von Streit informierte Kreisfachberater Franz Josef Klement viele Hobbygärtner aus Bettringen unter anderem über die Bedeutung von Haus- und Balkongärten.

Kreisfachberater Franz Josef Klement gibt Hobbygärtnern Tipps für einen umweltfreundlichen Garten.

Gmünd-Bettringen. Der Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) Bettringen, Suitbert Geiger, konnte kürzlich etliche Balkon- und Hausgartenliebhaber im Garten von Familie Streit begrüßen. Auf dem Programm stand ein Schnittkurs.

Zu Beginn betonte der Kreisfachberater Franz Josef Klement den teilnehmenden Hobbygärtnern die Bedeutung der Haus- und Balkongärten beim Kampf gegen die Klimaerwärmung. Versiegelte Flächen müssten wieder begrünt werden, so Klement. Er empfahl vom Englischen Rasen Abschied zu nehmen, Wildblumen Raum zu geben, erst im Juni zu mähen und damit dem Insektensterben entgegen zu wirken. Für Wildbienen, so Klements Tipp, könnten kleine sandige Bereiche für den Bau von Neströhren angelegt werden. Klements Motto: „Mut zur Lockerheit im Hausgarten – Abschied von der barocken Ordnung“. Er zeigte, wie die Frühjahrsblüher unter den Ziersträuchern Ende Mai zurückgeschnitten werden sollten. Faustregel: Alte Äste dicht am Boden abschneiden, damit der Strauch eine lichte Struktur erhält und somit die Bildung von langen „gaugeligen“ Trieben wegen Lichtmangels verhindern. Zu diesen Sträuchern gehören zum Beispiel Forsythie, Magnolie oder Flieder. Ausführlich erklärte er den Schnitt von Weinstock und vor allem Kletterrosen, so dass sich die Gartenbesitzer über eine gute Ernte beziehungsweise Blütenreichtum freuen können: Zurückschneiden auf zwei Haupttriebe, und Seitentriebe auf drei Augen einkürzen.

Ein Tipp zum Abschluss

Zum Abschluss des Schnittkurses gab‘s noch eine wichtige Information: Rindenmulch, so Klement, sei für viele Stauden schädlich, da bei der Zersetzung dem Boden Nährstoffe entzogen werden und die Erde übersäuert wird. Stattdessen zum Beispiel mit Rasenschnitt mulchen und den Rindenmulch zum Anlegen von Trittpfaden verwenden.

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