Bettringer „Hirsch“ wird nepalesisch

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Frischer Wind im Hirsch in Bettringen: Die neuen Betreiber Dev und Manita Khadka sind hier keine Unbekannten. Nu wollen sie in dem Traditionsgasthaus schwäbische und nepalesische Köstlichkeiten anbieten.
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Anfang März soll das Traditionsgasthaus in Bettringen wieder öffnen, das Betreiberehepaar Khadka verrät, auf was sich die Gäste dann freuen können.

Schwäbisch Gmünd-Bettringen

Zum Jahresende schloss der Gasthof Hirsch in Bettringen seine Pforten für Gäste. Damit endete eine weitere jahrhundertealte Gasthaustradition in Schwäbisch Gmünd. Immerhin sei der Hirsch bereits 1477 das erste Mal urkundlich erwähnt worden, erzählt der Besitzer des Gebäudes, Albert Bux. Für die Bettringer war der Hirsch ein Treffpunkt für Stammtische und Vereine, unendlich viele Partien Skat und Binokel wurden hier geklopft.

Anfang März soll das Traditionsgasthaus nun wieder öffnen. Für Ortsvorsteher Karl-Andreas Tickert ein Grund zur Freude. Die Wiedereröffnung sei für Bettringen enorm wichtig, da es in Bettringen sonst kaum mehr Möglichkeiten zur Pflege sozialer Kontakte gebe.

Die neuen Betreiber Dev und Manita Khadka sind in Bettringen keine unbekannten Gesichter. Das junge Ehepaar betrieb bis zum Frühsommer 2020 die „Rose“ in Bettringen, ihr kulinarischer Mix aus nepalesischer und schwäbischer Küche kam dort gut an. Für eine Saison betrieb Dev das Vereinsheim der SG Bettringen beim Bettringer Freibad.

Für seine Frau Manita und ihn ist die Gastronomie eine große Leidenschaft. Für Dev gibt es kaum etwas Schöneres als den Kontakt zu Menschen und die dazugehörende Bewirtung. Manita arbeitet zusätzlich als Krankenschwester, wird ihren Dev aber mit aller Kraft unterstützen.

Auf was dürfen sich die Besucher des Hirsch in Bettringen ab Anfang März freuen? Viel ändern werde sich im Innenbereich nicht, meint Dev, die Dekoration soll etwas nepalesisch angehaucht werden.

Frischer Wind in der Küche

Aber durch die Küche wird ein frischer Wind fegen, die Speisekarte wird neben schwäbischen Gerichten auch nepalesische Köstlichkeiten beinhalten. Damit schließen die Khadkas eine weitere Lücke, es gebe in ganz Baden-Württemberg kein Restaurant mit nepalesischen Gerichten, meint Manita. Reis, Gemüse, Gerichte mit Hühnchen und das nepalesische Nationalgericht Dal Bhat werden sich neben Maultaschen, Rostbraten und Schnitzel auf der Karte finden. Um die Authentizität der Gerichte zu gewährleisten, war Dev Anfang Februar in seiner Heimat Nepal, um dort die Gewürze, Gerichte und Ideen zu besorgen. Ein neues Logo „Nepali Kitchen“ wurde entworfen.

Die Hilfsprojekte des Gmünder Vereins „Stern Nepal“, der sich für eine gute Ausbildung nepalesischer Kinder einsetzt, wurden in der Vergangenheit von Dev und Manita finanziell unterstützt. Von jedem in der Rose verkauften nepalesischen Gericht ging ein Betrag in den Spendentopf. Ein ähnliches Verfahren sei im Hirsch auch denkbar. Und die Khadkas haben weitere Pläne zur Unterstützung ihrer Heimat, ein Nepal-Basar mit Kunst, Kulturgegenständen und Handwerklichem im Saal im ersten Obergeschoss wurde bereits angedacht. „Pläne sind da“, meint der Wirt, der sich jetzt auf die Eröffnung und die Bewirtung alter und neuer Gäste freut.

Für Bettringen ist der Hirsch enorm wichtig.“

Karl-Andreas Tickert, Ortsvorsteher

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