Das neue Jugendwohnheim in Bettringen ist eröffnet

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Das neue Jugendwohnheim in Bettringen am Schulcampus ist am Mittwoch offiziell eröffnet worden: 105 Lernende und Studierende können dort künftig kostengünstig wohnen. Viel Lob für den Bau gab's von allen Verantwortlichen.
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Im Bau nahe des Berufschulzentrums können 105 Lernende und Studierende von außerhalb zu bezahlbaren Mieten untergebracht werden.

Schwäbisch Gmünd-Bettringen

Modern, luftig und freundlich präsentiert sich das neue Jugendwohnheim in unmittelbarer Nähe zum Berufsschulzentrum, das in der Rekordzeit von elf Monaten entstanden ist. Auf drei Etagen stehen hier ab Februar 105 Appartements den Schülern und den Studierenden des Berufsschulzentrums mit der Agnes-von-Hohenstaufen-Schule, der kaufmännischen Schule und der gewerblichen Schule zur Verfügung. Knapp zehn Millionen Euro hat die Haug-Taxis-Stiftung in dieses Projekt investiert. Dass die Bauarbeiten fristgerecht beendet werden konnten, freue ihn sehr, gab der ehemalige Vorstand der Stiftung, Rolf Krautter, bei der Übergabefeier am Mittwoch bekannt. Die fristgerechte Fertigstellung sei ein Verdienst aller am Bau Beteiligten, lobte Krautter und zollte dem Architekten Christof Preiß Respekt. Dieser habe als „Treiber“ das Projekt mit viel Energie durchgesetzt. Der ausführenden Firma Holzbau Kielwein aus Eschach-Seifertshofen attestierte Krautter ein gutes Management mit den vielen Subunternehmern.

Besonders hervor hob Krautter den Finanzdezernenten des Landkreises, Karl Kurz, bei dem „viele Fäden zusammen gelaufen sind“. Kurz habe das Jugendwohnheim immer „als eigenes Projekt“ angesehen. Krautter drückte seine persönliche Freude darüber aus, dass die Fertigstellung noch während seiner Amtszeit als Vorstand erfolgte, so dass er ein fertiges Projekt seinem Nachfolger Günther Jordan übergeben könne.

Für die Stiftung stelle das Jugendwohnheim einen Akt der Gemeinnützigkeit dar, sagte Jordan. Hier werde jungen Menschen die Chance auf bezahlbares Wohnen während der Ausbildung geboten. Zudem sei das Gebäude aus nachwachsenden Rohstoffen erstellt worden und versorge sich mit Eigenstrom. Der jetzt freiwerdende Wohnraum in der Stadt könne an andere Mieter weiter gegeben werden. Landrat Dr. Joachim Bläse sprach von einem „besonderen Moment“. Die Gestaltung der Bildungslandschaft sei für den Kreis und in der Stadt Gmünd schon immer ein wichtiger Punkt gewesen.

Schulen als „Aushängeschild“

Die Bildungslandschaft der beruflichen Schulen in Gmünd garantiere die gute Ausbildung von motivierten, hoch qualifizierten und innovativen Fachkräften. Die beruflichen Schulen in Gmünd seien ein „Aushängeschild“ und weit über die Kreisgrenzen hinaus positiv bekannt. Es sei daher wichtig, den Auszubildenden und Studierenden auch eine „zeitgerechte Unterbringung“ zu ermöglichen. Mit dem Jugendwohnheim sei der Schulcampus in Bettringen in idealer Weise erweitert worden. Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold schloss sich dem Landrat an: „Fachkräfte von morgen müssen gut untergebracht sein.“ In der Heidenheimerstraße mit einer gut ausgestatteten Infrastruktur in unmittelbarer Nähe sei der ideale Standort gefunden worden.

Kein Müll vor dem Wohnheim

Mit dem neuen Abfallentsorgungssystem mit den Unterflurcontainern sei ein Pilotstandort für die Abfallpolitik von morgen realisiert worden. Dank der unterirdisch angelegten Sammelbehälter werden vor dem Bettringer Wohnheim keine Mülltonnen oder -säcke mehr zu finden sein. Architekt Christof Preiß zeigte sich stolz, die Bauzeit, trotz Lieferengpässen bei Baumaterialien, eingehalten zu haben. Die ausführende Firma Kielwein habe hier „außerordentliche Arbeit geleistet“. Inhaber Hans Kielwein dankte für das entgegen gebrachte Vertrauen für das „größte Projekt mit der schnellsten Bauzeit“ in der Firmengeschichte. Für die Schulleiterin der gewerblichen Schulen, Sabine Fath, wurde an „diesem besonderen Tag“ der Bildungscampus komplettiert.

Fachkräfte von morgen müssen gut untergebracht werden.“

Richard Arnold, Oberbürgermeister

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