Ein bekanntes Gesicht für Bettringen

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Der Schulhof der Uhlandschule wurde saniert und neu gestaltet und kann auch außerhalb der Schulzeit genutzt werden.
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Monika Schneider vertritt künftig den krankheitsbedingt fehlenden Bettringer Stadtteilkoordinator Uli Bopp.

Schwäbisch Gmünd-Bettringen

Seit mehr als einem halben Jahr ist der Bettringer Stadtteilkoordinator Uli Bopp krank. Weil nicht abzusehen ist, wie es weitergeht, haben sich Bürgerverein und Ortsvorsteher Karl-Andreas Tickert auf die Suche nach einer Vertretung gemacht. Mit Monika Schneider stellte Tickert am Montagabend in der Sitzung des Ortschaftsrates ein bekanntes Gesicht in Bettringen vor. Er sei froh, sie gefunden zu haben, weil sie die Strukturen vor Ort und viele Leute kennt.

Monika Schneider leitet die Bettringer VHS-Außenstelle und führt zusammen mit einem Verein die Mensa am Scheffold-Gymnasium. Schneider, die seit 25 Jahren in Bettringen lebt und drei erwachsene Kinder hat, sieht ihre Aufgabe nicht nur darin, für den Bürgerverein zu arbeiten, sondern will für ganz Bettringen da sein, „auch für die Vereine und Organisationen“. Sie freue sich darauf, zusammen mit dem Gremium etwas zu bewegen.

Ortschaftsrat Martin Rott gab Schneider mit auf den Weg, das Alte Pfarrhaus nicht aus den Augen zu verlieren, das seit eineinhalb Jahren nicht mehr bewohnt sei, was einem solch alten Gebäude nicht bekomme. Vom Land Baden-Württemberg wurde es als Modellprojekt für „Junges Wohnen“ ausgewählt. Von Uli Bopp angestoßen, stehen Pfarrer Tobias Freff und der Ortschaftsrat voll hinter dem Projekt, betonte Rott. Tickert sprach auch die Begegnungsstätte Riedäcker an, für die Schneider ebenfalls mit 25 Prozent ihrer Stelle verantwortlich sein wird. Wegen Corona ruhten die Aktivitäten zuletzt, doch demnächst solle das Café wieder aufmachen und Veranstaltungen stattfinden.

Breiten Raum nahm der Jahresrückblick des Ortsvorstehers ein. Besonders dankte Tickert den Vereinen für ihr „starkes Bemühen, wieder zu einem normalen Vereinsleben zurückzukehren“, womit sie den Kindern und Jugendlichen nach einem langen Lockdown wieder Freude und Hoffnung vermitteln konnten. Lobend erwähnte er den Bettringer Gutschein, das Wandermusikevent in den Talauen des Strümpfelbachs und die zweite Bettringer Sommerbühne.

Baulich sei ebenfalls einiges auf den Weg gebracht worden, etwa der Bebauungsplan „Wohnen an der Güglingstraße“, wo rund 140 Wohneinheiten entstehen sollen. „Dieses Gebiet soll ein modellhaftes Wohngebiet für nachhaltiges Bauen werden.“ Auch das Logistikzentrum der Weleda, das CO2-neutral auf dem Gügling entstehen soll, bezeichnete er als Vorzeigeprojekt.

Keine Sitzung des Ortschaftsrates ohne das Thema Verkehr: „Häufig bekommen wir Klagen über zu schnelles Fahren, über unerträglichen Verkehrslärm und über gefährlichen Lastwagenverkehr“, berichtete Tickert. Er appellierte an alle, sich rücksichtsvoll zu verhalten. Was alternativen Verkehr betrifft, hatte er eine gute Nachricht: Der Förderantrag für ein Carsharing-Projekt ist positiv beschieden. Ebenfalls positiv: Wie gut die Essbar angenommen werde, mit der das Wegwerfen von Lebensmitteln eingedämmt werden soll.

Zum geplanten Technologiepark Aspen merkte Tickert an: „Voraussetzung für die weitere Zustimmung ist, dass dort tatsächlich zukunftsträchtige, nachhaltige Technologien zum Zuge kommen.“ Positiv sieht er die Entwicklung der Uhlandschule, wo im Frühjahr der Schulhof saniert und neu gestaltet wurde. Erfreulich sei, dass dieser auch außerhalb der Schulzeit genutzt werden könne. Zusammenfassend sagte Tickert, auch 2021 habe trotz Krisenmodus gezeigt: „Bettringen ist ein lebendiger Ort des sozialen Zusammenhalts, der Offenheit und Innovation.“

Häufig bekommen wir Klagen über zu schnelles Fahren.“

Karl-Andreas Tickert,, Ortsvorsteher

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