Ein Stück Bettringer Geschichte geschrieben

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Brigitte Weiß wird 75 Jahre alt.

Frühere Ortsvorsteherin Brigitte Weiß feiert an diesem Dienstag ihren 75. Geburtstag

Schwäbisch Gmünd-Bettringen. Auf ihre Jahre als Ortsvorsteherin blickt sie zufrieden zurück: "Es war gut", sagt Brigitte Weiß, "dass ich selbst den Schlusspunkt gesetzt habe." Brigitte Weiß, frühere Ortsvorsteherin, CDU-Stadträtin und Ortschaftsrätin, wird an diesem Dienstag 75 Jahre alt.

Brigitte Weiß hat ein Stück Stadtgeschichte geschrieben. Im Jahr 1999 ist sie zur ersten Ortsvorsteherin Schwäbisch Gmünds gewählt worden. Dieses Amt hat sie 20 Jahre lang ausgefüllt. Im Nachhinein, sagte sie einmal, sei sie selbst erstaunt über den Mut, den sie damals bei de Wahl gehabt habe. Seit mehr als 25 Jahren ist sie in der CDU, 40 Jahre war sie im Bettringer Ortschaftsrat. Brigitte Weiß ist in Bettringen geboren. Dort hatte sie, so beschrieb sie dies selbst, eine "bescheidene und wohltuende" Kindheit. Und deshalb auch eine prägende. Zum wichtigsten in ihrem Leben gehört die Familie. 1968 heiratete sie Gerhard Weiß, beide haben einen Sohn und eine Tochter und drei teilweise erwachsene Enkel. Von Beruf war Brigitte Weiß "Schneiderin mit Leib und Seele", heute, nachdem sie nicht mehr Ortsvorsteherin ist, hat sie fürs Nähen wieder mehr Zeit. Mehr als 15 Jahre war Brigitte Weiß im Kirchengemeinderat von St. Cyriakus. Das Singen im Liederkranz Bettringen liebte sie, gab es jedoch 1999 auf, als sie in den Gemeinderat und danach zur Ortsvorsteherin gewählt wurde.

Im März 2019 zum Ende ihrer Zeit als Ortsvorsteherin nach Meilensteinen gefragt, fielen Brigitte Weiß einige ein. Zuallererst das Gewerbegebiet Gügling, unter dessen Verkehr die Bettringer am meisten leiden, von dem aber ganz Gmünd profitiert. Was ihr ebenfalls eine Genugtuung ist: dass das Bettringer Freibad erhalten blieb. Was sie hingegen bedauert hat: dass von der Werkreal- und Hauptschule Uhlandschule nur die Grundschule geblieben ist.

Als Brigitte Weiß 2029 aus dem Amt schied, hörte sie viel Positives. Mit ihrer "gelebten Bürgernähe" habe sie viel erreicht, sagte Oberbürgermeister Richard Arnold, der ihr auch "Weitblick für die Gesamtstadt" bescheinigte. Brigitte Weiß sei es "immer um die Sache" gegangen, sagte Straßdorfs Ortsvorsteher Werner Nußbaum. Und Hannes Barth, heute noch Weiß' CDU-Kollege im Gemeinderat, würdigte ihre freundliche Umgangsart, auch im Namen der Bettringer Vereine. Zwei dieser Vereine lagen und liegen ihr besonders am Herz: der Förderverein Bettringer Freibad und der Förderverein Riedäcker. Weiß' Nachfolger Karl-Andreas Tickert würdigte ihrs hohen zwischenmenschlichenQualitäten und ihr Engagement für Bettringen. Der Beobachter möchte, zu ihrem 75. Geburtstag, hinzufügen: Sie hat ihr Amt mit Verstand und mit Herz aufgeübt. Sie war immer nahe an den Menschen. Und sie hat sich, auch wenn das nicht immer einfach war, keine dicke Haut zugelegt. Um sensibel zu bleiben für die Anliegen ihrer Bettringer, deren Nähe sie immer suchte. Und fand. Alles Gute, Brigitte Weiß! Michael Länge

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