Förderverein trotzt dem„Schrumpfjahr“

+
Das Vorstandsteam (von links): Bernhard Maier, Katrin Wuchterl, Marianne Ganzenmüller, Günter Worret, Gudrun Blum und Wenzel Schulz. Foto: privat

Ehrenamtliche Mitarbeiter des Café Riedäcker in Bettringen blicken auf aktuelle Herausforderungen durch die Corona-Pandemie und aktuelle Projekte.

Schwäbisch Gmünd-Bettringen

Ehrenamtlich im Café Riedäcker mitzuarbeiten, ist für viele Helfer inzwischen Ehrensache und ohne dieses Engagement könnte kein Verein, auch nicht das Café Riedäcker existieren.

Ortsvorsteher Karl-Andreas Tickert überbrachte Grüße vom Ortschaftsrat und betonte, dass der Förderverein mit seinen aktiven Ehrenamtlichen ein Markstein im Bettringer Vereinsleben darstelle und die Lebensqualität im Stadtteil vergrößere. Mit seinen Aktivitäten und besonderen Angeboten trage der Förderverein dazu bei, dass sich die Menschen hier treffen, sich austauschen und sich umsorgt und unterhalten fühlen können und gerne dies auch wieder wahrnehmen.

Schwierige Phase

Im Rechenschaftsbericht der Vorsitzenden Katrin Wuchterl beschrieb sie die schwierige Zeit während der heißen Phase der Coronazeit, die den Vorstand und die Ehrenamtlichen vor ungewohnte Herausforderungen stellte: ständig veränderte Vorschriften über Hygienemaßnahmen, Dokumentation und Überprüfung des Impfstatus, Maskenpflicht, Abstandspflicht und vieles mehr. Der Ausfall von Uli Bopp, des einzig hauptberuflich Tätigen, stellte neue Herausforderungen an den Vorstand. Jeder musste zusätzliche Aufgaben übernehmen, sei es, sich in technisches Equipment einzuarbeiten, um Flyer und Plakate zu erstellen, aber auch Kontaktpflege und Büroorganisation mussten erledigt werden. Man sei froh, in Monika Schneider eine gute Vertretung für Uli Bopp nunmehr zur Seite zu haben, die sich inzwischen eingearbeitet habe und den Vorstand entlaste.

Klavierkonzerte mit Michael Schefold fanden wieder statt, Gottesdienste nur für die Heimbewohner und beim Herbstbesen mit der Hausband war die Stimmung fast wie in alten Zeiten. Der Obst- und Gartenbauverein war zu Gast in den Räumen und bot ein interessantes Programm rund um verschiedenen Apfelsorten. Der Strickbasar wurde aufgebaut, die Gäste konnten sich mit Gestricktem oder Gehäkelten eindecken, eine Bewirtung fand nicht mehr statt. Zum Schutz der Ehrenamtlichen wurde das Café Anfang Dezember 2021 geschlossen, um am 1. April wieder zu öffnen.

Ohne Ehrenamt geht nichts

Das Kaffeehelferfest sollte die Ehrenamtlichen über die Coronaregeln informieren, sie gleichzeitig ermutigen, sich wieder aktiv einzubringen und mitzuarbeiten. Inzwischen sind die Kaffee-Nachmittage wieder gut besucht, insbesondere wenn zur Erbauung und Unterhaltung der Gäste gesorgt wurde, wie Kaffeemusik mit Renate Baur und Konrad Gaugele oder Bildvorträge mit Referenten, wie demnächst mit Manfred Disam, der über Laos - das unbekannte Land in Südost-Asien spricht.

Wie sehr die Gäste gemeinsame Unternehmungen vermisst hatten, habe sich gezeigt, als sie im Mai der Einladung zu einer Weinausfahrt zum Weingut Weihbrecht nach Schwabbach folgten und einen unvergesslichen Tag erleben konnten.

Günter Worret erläuterte als Schatzmeister den Kassenbericht 2021 und bezeichnete das Jahr als „Schrumpfjahr“. Sowohl die Mitgliederzahlen, weil verstorben, als auch die Umsätze und damit das Vereinsvermögen schrumpften. Worret machte eine interessante Rechnung auf, wonach der Verein 7000 Euro Verlust eingefahren hätte, wenn die ehrenamtliche Arbeit nach Mindestlohn hätte bezahlt werden müssen. Das zeige, dass ohne die Ehrenamtlichen kein Verein auf Dauer überleben könne.

Die Kassenprüfer Ute Scheppe und Horst Holl hatten die Kasse geprüft und bescheinigten Günter Worret, dass er die Kasse einwandfrei geführt habe, sodass die Entlastung des Schatzmeisters einstimmig erfolgte.

Die Wahlen

Bei der sich Wahl des halben Vorstands fungierte Reinhard Lenz als Wahlleiter. Zur Wahl als Stellvertreterin der Vorsitzenden stellte sich Gudrun Blum, die wieder gewählt wurde, ebenso Marianne Ganzenmüller zur Protokoll- und Schriftführerin und Bernhard Maier, der auch weiterhin „multitask“ im Einsatz für das „Riedäcker“ tätig ist.

Katrin Wuchterl ging kurz auf laufende und anstehende Jahresprogrammpunkte ein. An jedem zweiten Donnerstag im Monat wird ein Klavierkonzert am Morgen, nun mit Julia Chekulaeva oder Alexander Konrad, stattfinden. Man wolle wieder Konzerte, Vorträge Lesungen, Ausstellungen, Feiern und Feste organisieren. Besonders das Vereinsjubiläum im Oktober, zehn Jahre Begegnungszentrum und 15 Jahre Förderverein, werfe seine Schatten voraus. Sie sei zuversichtlich, dass auch wieder Gottesdienste mit anschließendem Singen stattfinden können. Kurse, die zur Gesundheitsvorsorge und -Stabilisierung beitragen, werden wieder angeboten.

Mitgliederversammlung Förderverein Riedäcker

Zurück zur Übersicht: Bettringen

Kommentare