Lob für Gmünds „Team Zuversicht“

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Holger Wolf und Daniel Maier (Mitte)erhalten Sonderehrung
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Ein Wechsel an der Spitze, Berichte und Ehrungen stehen im Mittelpunkt der Hauptversammlung der Schwäbisch Gmünder Gesamtfeuerwehr.

Schwäbisch Gmünd-Bettringen

Gmünds stellvertretender Feuerwehrkommandant Ralf Schamberger geht zum Jahresende in den Ruhestand. Für Schamberger war die Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Schwäbisch Gmünd am Freitag in Bettringen die letzte Versammlung als Stellvertreter des Gesamtkommandanten Uwe Schubert. Auf Schamberger folgt der Eislinger Jürgen Reick. Reick wechselte nach einem Studium in die Berufsfeuerwehr und ist bis dato als Feuerwehrkommandant bei der Eislinger Feuerwehr angestellt. Schamberger wird bis zum 65. Lebensjahr weiterhin Mitglied der Gmünder Wehr sein, gab der Gesamtkommandant Uwe Schubert bekannt.

Zuvor gab's bei der Versammlung Berichte übers Jahr 2021. Der Gesamtkommandant konnte zahlreiche Gäste aus der Kommunal- und Landespolitik und vieler befreundeter Blaulichtorganisationen begrüßen. Nach einem ehrenden Totengedenken der verstorbenen Kameraden zog als gastgebender Hausherr in der Bettringer Uhlandhalle der stellvertretende Ortsvorsteher Fabian Wolf symbolisch seinen Hut vor der großen Anzahl engagierter Feuerwehrmitglieder im Saal. Sich selbstlos Gefahren auszusetzen für andere Menschen, sei aller Ehren wert. Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold nutzte die Gelegenheit, seinen Dank für das „überwältigende Engagement“ der Wehr auszudrücken und erinnerte an die neuen Herausforderungen, denen sich die Wehrleute stellen müssten. Die Sanierung und Erweiterung des „Florian“ sei bereits beschlossen und stehe, trotz Haushaltsengpässen, in der Detailplanung. Die Sorge und Hilfe für andere Menschen sei das wertvollste Kapital. In diesem Sinne stehe die Gmünder Wehr als „Team Zuversicht“ für alle Bürger. Als Dezernent der Gmünder Wehr zeigte sich Gmünds erster Bürgermeister Christian Baron „stolz auf die alltägliche Leistung“ der Feuerwehr. Alle Rettungsorganisationen stünden für Schutz und Sicherheit zusammen, zog Baron sein Fazit.

Landtagsabgeordneter Tim Bückner (CDU) sprach von einem „ehrenamtlichen Engagement der Wehr und des Blaulichtlagers in der Champions League“ und hielt eine kurze Laudatio auf den scheidenden stellvertretenden Kommandanten Schamberger, den er einen großartigen Feuerwehrmann, einen hervorragenden stellvertretenden Kommandanten und schlichtweg einen „Pfundskerle“ nannte. Kreisbrandmeister Andreas Straub attestierte den Gmündern „eine sehr gut ausgestattete Wehr“. Auf die Zusammenarbeit freue er sich sehr.

Kommandant Schubert erinnerte ans Jahr 2021, in dem die Gmünder Feuerwehr gefordert wurde wie nie zuvor. 495 Kameradinnen und Kameraden sorgten für die Sicherheit der Stadt, Gmünds Bürger könnten sich auf ihre Feuerwehr verlassen. „Wir sind da, wenn Hilfe benötigt wird“ - ob bei Löscheinsätzen, technischer Hilfeleistung oder Überlandhilfe. Schubert erinnerte an eine Überlandhilfe der besonderen Art, bei der die Gmünder Wehr als Führungskomponente von vier Hochwasserzügen mit 101 Kräften ins Hochwassergebiet Ahrtal gerufen wurde. Schuberts besonderer Dank galt den Kameraden, die sich kurzfristig einsatzbereit gemeldet hatten, um im Hochwassergebiet ein WLAN-Netz aufzubauen. So konnten die Betroffenen Kontakt zur Außenwelt halten. Der Kommandant zeigte sich dankbar, wenn alle Einsatzkräfte stets ohne gesundheitliche Schäden von den Einsätzen zurückkehrten.

592 Einsätze im Jahr

Mit 592 Einsätzen im Jahr 2021 seien alle Abteilungen der Gmünder Feuerwehr gefordert gewesen, berichtete Schamberger. Im Jahr zuvor wurde die Gesamtwehr zu 493 Einsätzen gerufen. Nach der Übernahme junger Wehrleute aus der Jugendfeuerwehr und etlichen Quereinsteigern konnten Holger Wolf und Daniel Maier mit zwei Sonderehrungen für ihr außergewöhnliches Engagement für den Aufbau der Jugendfeuerwehr ausgezeichnet werden.

Neue Mitglieder bei der Feuerwehr in Gmünd

Dass die Arbeit der Jugendfeuerwehr ein voller Erfolg ist, zeigte sich an den zahlreichen Übernahmen zu den Aktiven. Der Gesamtkommandant zeigte sich erfreut über eine große Anzahl von Feuerwehranwärtern, die er per Handschlag zum Dienst bei der Feuerwehr verpflichten konnte. Für die Abteilung Innenstadt: Fotios Datsiadis, Paul Mateo Stifani. Bettringen: Hannes Balint, Melina Wamsler, Nico Wolf. Hussenhofen: Patrick Faßnacht, Mario Nobile, Marius Schlenker. Herlikofen: Marius Herzer, Tim Krieger. Großdeinbach: Emily Hartmann, Laurin Zischka. Als Quereinsteiger konnte Schubert als neue Mitglieder in der Feuerwehrfamilie begrüßen: Für die Abteilung Weiler: Pascal Eigl, Thilo Eigl, Julian Kuhn, Marcel Kuhn. Für Degenfeld: Jasmin Hieber, Lukas Hieber, Benjamin Spiller. Bettringen: Elisabeth Nerlich, Elisa Nußbaum. Herlikofen: Marc Seibold.⋌ aro

Auch Quereinsteiger berreichern jetzt die Gmünder Wehr
Junge Wehrleute aus der Jugendwehr wurden per Handschlag in den aktiven Dienst verpflichtet Mit im Bild links aussen Ralf Schamberger und Christian Baron, rechts Kreisbrandmeister Andreas Straub, Uwe Schubert
Jürgen Reick lösst Ralf Schamberger zum Jahresende ab

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