Zum großartigen Chor entwickelt

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Geschenk zum 150. Geburtstag: Oberbürgermeister Richard Arnold übergab einen Umschlag an Siegrid Starzinsky für den Liederkranz.
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Gegründet einst als reiner Männerchor, inzwischen schon 150 Jahre alt: Große Jubiläumsfeier beim Liederkranz Bettringen.

Schwäbisch Gmünd-Bettringen

Endlich war es so weit: Zwei Jahre nach dem Jahrestag des 150-Jahre-Jubläums konnte der Festakt des Liederkranz Bettringen stattfinden im Pavillon der Uhlandschule. Mit vielen Gästen, Ehrungen und guten Wünschen. Ganz im Sinne von Wolfgang Amadeus Mozarts Lied: „Wo Musik sich frei entfaltet, sieht man eines Lebens Sinn, wo Musik sich frei entfaltet, findet Freude immer hin“, wie Oberbürgermeister Richard Arnold in seiner Ansprache zitierte.

Siegrid Starzinsky, zweite Vorsitzende des Liederkranz Bettringen, führte mit einem kurzen historischen Rückblick in die Geschichte des Liederkranzes ein. Mit einigen Männern begann am 6. Oktober der Männerchor, gern gesehener Gast auf Festen und großen Veranstaltungen.

Im Jahr 1924 waren es schon 100 Aktive, ein Festakt fand zum 70-jährigen Bestehen im Jahr 1940 statt. Dann 1946 der Neubeginn. Als Hubert Beck 1960 das Dirigat übernahm, entwickelte sich der Liederkranz zu einem großartigen Männerchor. Elf Jahre später wurde der gemischte Chor gegründet. Musikalische Höhepunkte waren die Aufführungen der Orffschen „Carmina Burana“ und Albert Lortzings „Zar und Zimmermann“.

Mit jugendlichem Schwung

Heute ist Kathrin Beckstein die Dirigentin, die dem Liederkranz jugendlichen Schwung verleiht. Schon zu Beginn des Festakts brachte der gemischte Chor eine flotte Hymne mit Gitarrenbegleitung. Das lobte Oberbürgermeister Richard Arnold und bezeichnete den Liederkranz als einen der leistungsfähigsten Chöre, die zum ausgefallenen Neujahrsempfang hätten auftreten sollen. Großes Lob dafür, den Jubiläumsakt zwei Jahre später doch zu feiern, nachdem Corona das vorher verhinderte.

Wie wichtig Chöre sind, erläuterte der Präsident des Silcherverbands Hans Albert Schurr: „Sie haben große Verantwortung, dieses Kulturgut, den Verein in die Zukunft zu führen.“ Er nahm Ehrungen vor: Eugen Hoffmann, 60 Jahre; Benita Wagner, 20 Jahre; Egon Müller, 70 Jahre; Magda Sorg, 40 Jahre.

Ortsvorsteher Karl Andreas Tickert bezeichnete den Liederkranz als tragenden Verein in der Bettringer Landschaft, der schon drei Kriege überstanden habe und mutmaßte, dass gemeinsames Singen geholfen habe, schwere Zeiten durchzuhalten.

Sowohl Oberbürgermeister als auch Ortsvorsteher übergaben einen Geschenkumschlag an Siegrid Starzinsky für den Liederkranz. Die gewitzte Moderatorin der Feier kommentierte: „Bin überrascht, dass Bettringen so spendabel ist, bei der Stadt ist es ja Pflicht.“

Ein Gefühl von einst

Dann übernahm Antje Haager Kommentare und Erläuterungen zum Verein. Als Männerchor vor 152 Jahren gestartet, war der erste Sangesbeitrag reiner Männergesang mit „Aus der Traube“, frisch interpretiert, voller Schwung und Farbe unter Kathrin Bechsteins Dirigat, um ein Gefühl von einst zu geben, laut Haager.

Um die Vielfältigkeit des Chores zu zeigen, sei die Zeit zu kurz. Mit Brahms romantischem Lied „Erlaube mir, feins Mädchen“ zeigte der gemischte Chor seine abgestuften Stimmfarben, gefolgt von einem temperamentvollen italienischen Lied mit Gitarre und Tambourin. Dann der fulminante Schlusssong. Ein afrikanisches Lied, das zu einer temperamentvollen Show voll Lebensfreude pur gelang, die das Publikum mitriss.

Die Jubiläum ging dann in einen geselligen Teil mit köstlichem Büffet und einer Bildershow vergangener Höhepunkte und Erlebnisse über.

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