Blumeneinhorn steht vor dem Rokokoschlösschen

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Aus weißem Islandmoos besteht es und auf roten Geranien und Eisbegonien steht es: das Blumeinhorn im Stadtgarten.

Das Wappentier von Schwäbisch Gmünd gibt es nun in 3D. Doch Rücksicht ist gefragt.

Schwäbisch Gmünd. Das Blumeneinhorn von Gmünd hat erneut ein schönes Plätzchen bekommen. Diesmal wird es vor dem Rokokoschlösschen im Stadtgarten besonders in Szene gesetzt. Das ist zumindest das Ziel von Stadtgärtnerin Ramona Baur. Bereits zum dritten Mal hat das Team der Stadtgärtnerei das weiße Einhorn auf rot blühendem Untergrund aufgebaut. Als Vorlage dafür gilt das Wappen der Stadt Schwäbisch Gmünd.

Die Idee hinter dem Blumentier entstand bereits vor vier Jahren. Genauer, auf der Insel Mainau. „Dort gab es eine Ausstellung, die Tiere in 3D zeigte, die aus Blumen bestanden“, sagt Baur. Darunter waren Pfauen und verschiedene Reptilien. Sofort kam ihr die Idee, das auch in Gmünd zu machen. In Absprache mit Oberbürgermeister Richard Arnold wurde das Gemeinschaftsprojekt schließlich in die Tat umgesetzt. Auch welches Tier entstehen sollte, war schnell klar - das Gmünder Wappentier. Nun steht das Blumeneinhorn zum dritten Mal in Gmünd.

Die Schlosserei des Gmünder Baubetriebsamts übernahm damals den Bau des Eisengerüsts. Das Gerüst bleibt auch immer dasselbe. Die Pflanzen dagegen werden jedes Jahr erneuert. Um der Farbe des Wappens treu zu bleiben, bestehe das Einhorn aus weißem Islandmoos. Der Boden besteht aus verschiedenen roten Pflanzen, „darunter Blutgras, Eisbegonien und Geranien in Rot“, sagt Baur.

Doch gerade das Moos ist für die gefiederten Besucher des Stadtgartens besonders interessant. „Die Raben zupfen gerne mal ein bisschen am Moos rum und nutzen das anschließend für ihr Nest“, erzählt sie. Um das zu verhindern, muss das Einhorn regelmäßig kontrolliert werden.

Für die Versorgung ist gesorgt. Natürlich brauchen die Pflanzen Erde und Wasser, um nicht einzugehen. „Darum haben wir über dem Gerüst noch einen Hasendraht angebracht, um die Erde dort anzubringen“, erklärt die Stadtgärtnerin. Das mache es nicht nur leichter, die Erde anzubringen, sondern auch später die Pflanzen. Gegossen wird das Einhorn entweder vom Regen „oder wir von der Stadtgärtnerei übernehmen das.“

Bis Mitte Oktober bleibt das Einhorn im Stadtgarten stehen. „Erst dann stellen wir es wieder in die Gärtnerei“, sagt sie. Dort werden dann die Pflanzen abgenommen und das Gerüst bis zum nächsten Jahr aufbewahrt.

Damit das Einhorn auch weiterhin hübsch aussieht, ist Rücksicht gefragt. „Es gab bereits schon Fälle, da haben sich die Kinder auf das Einhorn draufgesetzt“, erzählt Baur. Sowas solle in Zukunft vermieden werden, da es sonst kaputtgehen könnte. „Es wird auch noch ein Schild geben, um darauf hinzuweisen“, fährt sie fort. Dennoch sei sie mit der positiven Rückmeldung der Besucherinnen und Besucher zufrieden, sagt die Stadtgärtnerin. „Wir haben schon oft gehört, dass es ihnen gefällt.“ zoe

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